Der Bund wird auf gewisse IT-Projekte verzichten müssen

1. September 2010, 15:00
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Die Eidgenossenschaft will bei der Informatik in den nächsten Jahren weniger sparen als bisher angenommen. Trotzdem könnten einige IT-Projekte verschoben oder aufgegeben werden.

Die Eidgenossenschaft will bei der Informatik in den nächsten Jahren weniger sparen als bisher angenommen. Trotzdem könnten einige IT-Projekte verschoben oder aufgegeben werden.
Der Bundesrat hat heute das Konsolidierungsprogramm 2012-2013 verabschiedet, das den Bundeshaushalt um jährlich rund 1,6 Milliarden entlasten soll. Das Programm setzt im Wesentlichen auf der Ausgabenseite an, und so wird es auch bei der Informatik Kürzungen geben. Genau genommen will der Bund nächstes Jahr bei der IT rund 32 Millionen sparen und in den darauf folgenden zwei Jahren jeweils 51 und 52 Millionen Franken (siehe Auflistung der einzelnen Departemente plus Querschnittsmassnahmen).
Es sind also nur noch 135 Millionen Franken, die der Bund von 2011 bis 2013 bei der Informatik sparen will. Ende 2009 ging der Bund noch davon aus, dass in diesen drei Jahren insgesamt 160 Millionen aus dem IT-Budget gestrichen werden sollen. Einen besonderen Grund für die Korrektur gebe es nicht, heisst es bei der Eidgenössischen Finanzverwaltung auf Anfrage.
Gemäss Angaben des Bundes sind die Aufwendungen für Informatik in den vergangenen Jahren stark gewachsen – der Bund gibt jährlich über eine Milliarde Franken für IT aus. Letztes Jahr betrug die Aufwandsteigerung bei der Informatik fast 15 Prozent.
Die Kürzungen für die kommenden Jahre erfolgen sowohl bei den Leistungserbringern, wo sie in erster Linie durch Effizienzsteigerungen, etwa im Rahmen des Programms Büroautomation Bund, erzielt werden sollen, als auch bei den Leistungsbezügern, die auf Informatikprojekte verzichten oder diese zumindest hinauszögern müssen. (Maurizio Minetti)

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