Der Channel von Sophos und Astaro wächst zusammen

13. April 2012, 07:01
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Der Hersteller von Securitysoftware will die beiden bisher getrennten Channelprogramme per Mitte des Jahres vereinen. Partner sollen sich spezialisieren.

Der Hersteller von Securitysoftware will die beiden bisher getrennten Channelprogramme per Mitte des Jahres vereinen. Partner sollen sich spezialisieren.
Ein Jahr nach dem Kauf des deutschen Netzwerksicherheits-Anbieter Astaro will der frühere Endpoint-Spezialist Sophos nun die beiden bislang getrennten Partnerprogramme per 1. Juli 2012 vereinen. Das macht insofern Sinn, als Sophos ohnehin Astaro bereits vollständig integriert hat und jetzt den "Complete Security"-Ansatz pflegt: Vom User bis zum Netzwerk deckt Sophos mittlerweile alle Security-Aspekte ab. "Das kann sonst kein anderes Unternehmen", sagt der Schweizer Sophos-Chef Andrej Massaro im Gespräch mit inside-channels.ch.
Spezialisierungen
Vor einem Jahr schien Sophos noch andere Pläne zu haben. Damals sprach man davon, dass sich im Channel praktisch nichts verändern und die Marke Astaro bestehen bleiben soll. Doch Sophos ist nun zum Schluss gekommen, dass dies keinen Sinn macht. Stattdessen will man mit dem neuen Partnerprogramm, das anlässlich einer Partnerkonferenz im Mai in Barcelona vorgestellt wird, den Resellern die Möglichkeit geben, auch in bisher fremde Bereiche vorzudringen.
Das, was man bisher als Astaro kannte, nennt sich nun Sophos Network Security Group (NSG). In diesem Bereich hat das Unternehmen rund 50 Partner, Sophos Classic hingegen zählt aktuell rund 20 aktive Reseller. Seit einigen Jahren setzen viele Softwarehersteller bei Channelprogrammen auf Spezialisierungen. Auch Sophos geht nun verstärkt diesen Weg. Wie Massaro sagt, wolle man künftig rund 50 VAR in der Schweiz haben, die jeweils auf einzelne oder mehrere Bereiche spezialisiert sind. Darüber hinaus wolle man ein Netz von maximal 200 Resellern aufbauen.
First-Level-Support
Eine Änderung könnte es auch in der Distributionslandschaft von Sophos geben. Das Unternehmen kooperiert hierzulande aktuell mit Infinigate und Computerlinks. Aktuell prüft Sophos, ob das so bleiben soll. Infinigate ist gesetzt, weil der Disti beide Produkte im Sortiment hatte. Computerlinks hingegen hat den Vorteil, auch international tätig zu sein. Gut möglich, dass sich nichts ändert, denn Sophos möchte in Zukunft mit zwei VADs zusammenarbeiten.
Eine weitere Änderung ist beim Support vorgesehen. Bislang wandte sich der Sophos-Kunde direkt an den deutschsprachigen First-Level-Support bei Sophos, im Fall von Astaro übernahmen hingegen die Reseller diese Aufgabe. Sophos will nun Partner animieren, nach dem Vorbild von Astaro den First-Level-Support selber zu erbringen.
Sophos scheint ohnehin viele Elemente des übernommenen Unternehmens nicht nur behalten, sondern auch ausbauen zu wollen. Da ist einerseits der starke Fokus auf den Channel, andererseits wurden auch viele Spitzenpositionen von Astaro-Managern besetzt. Ein Zeichen, dass Sophos Grosses vor hat mit dem Netzwerksecurity-Spezialisten. (Maurizio Minetti)

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