Der Computer lebt - sagt Microsoft

10. Dezember 2013, 06:16
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Tablets verdrängen Desktops und Laptops, heisst es seit Jahren. Stimmt nicht, besagt eine Studie von Microsoft Schweiz.

Tablets verdrängen Desktops und Laptops, heisst es seit Jahren. Stimmt nicht, besagt eine Studie von Microsoft Schweiz.
Seit Jahren werden Quartal für Quartal weniger klassische Computer verkauft. Hauptgrund dafür ist der Tablet-Trend. Das haben schon viele Marktforscher von Gartner bis IDC über Context und Forrester festgestellt. Microsoft als Lieferant des weltweit am meisten verbreiteten Betriebssystems Windows möchte nicht so recht daran glauben. Desktop-Computer und Laptops werden von Tablets und Smartphones nicht verdrängt, lautet das Ergebnis einer Studie von Microsoft Schweiz zur Verbreitung und privaten Verwendung von IT-Geräten. Die Geräte würden vielmehr "in Abhängigkeit vom jeweiligen Kontext und Verwendungszweck komplementär zueinander genutzt", so Microsoft.
Für die Studie hat das Zürcher Institut für angewandte Kommunikationsforschung (IaKom) 1500 "Onliner" zwischen 15 und 65 Jahren in der Deutsch- und der Westschweiz befragt. 81 beziehungsweise 82 Prozent der Befragten nutzen Laptop und Smartphone am meisten. Der klassische Desktop-Rechner erreicht 69 Prozent der Befragten und das Tablet knapp 50 Prozent. All diese Geräte wird von den meisten Usern mehrmals wöchentlich oder öfter benutzt.
Mehrere Geräte
Ein Viertel nutzt alle vier Gerätetypen. Weitere 38 Prozent geben an, drei Gerätetypen parallel zu nutzen, wobei jeder Zweite in dieser Gruppe Desktop-Computer, Laptop und Smartphone kombiniert. Diejenigen, die drei oder vier Geräte nutzen, sind meistens jung, männlich, hochgebildet und vor allem im jungen und mittleren Alterssegment zu finden.
Bei der Kaufabsicht als Indikator für künftige Entwicklungen erweist sich das Smartphone als jenes Gerät mit dem grössten Absatzpotenzial, schreibt Microsoft. Dies, obwohl schon vielfach die Rede davon war, dass der Smartphone-Markt vor allem im Westen schon bald gesättigt sein wird. An zweiter Stelle folgt nicht etwa das Tablet, sondern der Laptop, dessen Neuanschaffung von 51 Prozent in Betracht gezogen wird. Beim Desktop-Rechner und beim Tablet liegt dieser Wert bei 41 beziehungsweise 40 Prozent.
Bei allen vier Gerätetypen zeigt sich zum einen, dass die Kaufabsicht bei jenen, die ein entsprechendes Gerät bereits besitzen, deutlich höher ist als bei Personen ohne entsprechendes Gerät. (mim)

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