Der Digitalisierungs-Konflikt in Baden schwelt weiter

11. Juni 2020, 13:51
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Nun stellen Parlamentarier Fragen zum designierten Digital Manager der Stadt.

Die Stadt Baden will mit der Stelle eines Digital Managers die Digitalisierung vorantreiben. Kurz bevor der neue Stelleninhaber ein bis Ende 2020 befristetes 80%-Pensum antritt, werfen Politiker in der 'Aargauer Zeitung' Fragen nach möglichen Interessenskonflikten auf.
Konflikte gebe es nicht, weil der "Neue" seinen Vorgänger Daniel Stoeri eng begleitet habe bei der Fusion der IT-Abteilungen von Aarau und Baden. Konfliktpotential gebe es, weil er zugleich Geschäftsführer eines Crypto-Startups und Partner einer IT-Beratung sei, glauben einige Parlamentarier.
Ausserdem sei für die Digitalisierung der Stadt "dringend" eine längerfristige Lösung nötig.
Stadtammann Markus Schneider (CVP) betont, die Lösung sei gut und der neue Digital Manager "hervorragend für die Stelle geeignet". Interessenskonflikte wegen dessen Aufgaben als IT-Berater seien keine zu befürchten, so Schneider in der 'Aargauer Zeitung'.
Es wird sich zeigen, ob aus der befristeten Stelle des Digital Managers eine unbefristete werden soll. Dies ist laut allen Beteiligten theoretisch denkbar.
In dieser Debatte zeigt sich erneut, dass sich Stadtregierung und Volksvertretung nicht einig sind, wie die Digitalisierung vorangetrieben wird. Erst vor wenigen Tagen lehnten die Parlamentarier gleich zwei Digitalisierungs- und Smart-City-Anträge ab.

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