Der ehemalige IT-Chef des Triemli-Spitals sitzt in Untersuchungshaft

12. August 2021, 12:31
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Der Kader-Mitarbeiter soll sich mit Hardware-Beschaffungen um Millionen bereichert haben.

Der ehemalige IT-Chef des Zürcher Spitals Triemli sitzt in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, über Jahre Gelder entwendet zu haben, indem er Hardware auf Kosten des Triemli beschaffte und diese privat verkaufte.
Der Kadermann soll die betreffenden Computer und Zubehörartikel bei Onlineshops wie Brack bestellt haben. Es gehe um eine Millionensumme, berichtet der Finanzblog 'Inside-Paradeplatz' mit Verweis auf ungenannte Auskunftsgeber. Demnach soll der IT-Chef die Geschäfte seit 2014 gemeinsam mit einem Vertrauten abgewickelt haben.
Aufgeflogen sind die Machenschaften im Herbst 2019 offenbar durch einen Zufall. Damals sei der Angeklagte in den Ferien gewesen und es sei zu IT-Problemen gekommen. Bei der Lösungssuche seien dann Hinweise auf den Betrug aufgetaucht. In der Folge reichte das Triemli Strafanzeige gegen den Mann ein, wie das Stadtspital gegenüber '20 Minuten' bestätigte.
Derzeit läuft das Verfahren gegen den Mann in U-Haft, eine Schuld wurde ihm also nicht nachgewiesen. Es ist auch ungeklärt, wie hoch der Schaden ist oder was die Vorgesetzten hätten bemerken müssen. In der Zwischenzeit habe das Triemli die Prozesse für den Informatik-Einkauf angepasst, heisst es vom Spital.

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