Der Elektroschrott-Berg wächst (noch) weiter

15. April 2013, 12:20
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Innerhalb von zehn Jahren hat sich die in der Schweiz entsorgte Elektroschrott-Menge mehr als verdoppelt.

Innerhalb von zehn Jahren hat sich die in der Schweiz entsorgte Elektroschrott-Menge mehr als verdoppelt.
Der Schweizer Branchenverband Swico sammelt Jahr für Jahr fleissig Elektroschrott. So auch letztes Jahr. 2012 entsorgte Swico hierzulande 61'295 Tonnen Altgeräte aus der Informatik, Unterhaltungselektronik und Telekommunikation. Drei Viertel davon kann in Form von wieder gewonnenen Rohstoffen in den Wirtschaftskreislauf zurückgebracht werden. 58 Prozent der Menge wurden an den über 6'000 öffentlichen oder privaten Abgabestellen gesammelt.
Wie die Grafik zeigt, ist die Menge in den letzten Jahren immer stärker gewachsen: 2003 betrug die gesammelte Menge noch keine 30'000 Tonnen. Gegenüber dem Vorjahr wuchs das Gewicht 2012 um weitere 3 Prozent.
Das freiwillige Rücknahmesystem von Swico wird durch die Konsumenten selbst finanziert; beim Kauf von Neugeräten bezahlen sie eine sogenannte vorgezogene Recyclinggebühr. Mit diesen Mitteln werden der Betrieb von Sammelstellen, der Transport sowie die Zerlegung und das Recycling in der Schweiz finanziert.
Leichter Schrottberg
Der Schrottberg dürfte künftig aber nicht mehr so stark wachsen. Heutzutage werden elektronische Geräte immer leichter. So wurden letztes Jahr zum Beispiel 406'000 leichte Flachbildschirme retourniert, aber nur 302'000 Röhrenbildschirm-Monitore.
Es sei absehbar, dass in den kommenden Jahren die gesammelten Mengen gewichtsmässig rückläufig sein werden, schreibt Swico in einer Mitteilung. Der Branchenverband betont jedoch, dass die Stückzahl wohl weiterhin steigen wird. (mim)

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