Der erste via Blockchain vertriebene Hollywood-Film kommt

16. April 2018, 14:51
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"No Postage Necessary" ist eine romantische Indie-Komödie aus Hollywood über einen glücklosen Hacker.

"No Postage Necessary" ist eine romantische Indie-Komödie aus Hollywood über einen glücklosen Hacker. Dieser Plot würde nicht reichen, dass inside-it.ch darüber schreibt. Auch nicht, dass Bitcoins eine Rolle im Film spielen sollen. Interessant dünkt uns vielmehr, dass der Film Blockchain-basiert vertrieben wird.
Regisseur Jeremy Culver hegt grosse Hoffnungen nicht nur seinen Film, sondern hofft, dass sein Film ein Signal sei, wie Content geshart und konsumiert wird, so erläutert er der Agentur 'AFP'. Laut Culver gehören zu den Vorteilen der Blockchain in der Filmindustrie der unveränderliche Nachweis von Rechten an geistigem Eigentum, transparente Lizenzzahlungen und dank der Blockchain könnten Filme "nicht mehr raubkopiert" werden.
Vertrieben wird der Film nicht nur in Kinos, sondern auch via die Peer-to-Peer-Video-App Vevue und diese wiederum läuft auf der Blockchain Qtum. Diese ist primär auf die Bereitstellung von geschäftsorientierten dezentralen Anwendungen ausgerichtet. Qtum wirbt damit, dass man nicht auf herkömmliche Internetverbindungen angewiesen sei, sondern ein eigenes Netzwerk von Satelliten nutze. Ausserdem sei die Architektur speziell für solche, grossen Files geeignet und Qtum sei speziell für mobile Apps ("dApps") entwickelt worden.
Man soll sich "No Postage Necessary" ab Juni ansehen können, wenn man entsprechend in Tokens zahlt. Weiteres ist noch unbekannt. Jedenfalls soll Qbao als Wallet eingesetzt werden und CoMakery als involvierte Smart-Contract-Plattform, so eine PR-Meldung.
Gegen Ende 2018 soll dann der Science-Fiction-Film "New Frontiers" via eine andere Blockchain vertrieben werden. "Die Veröffentlichung ist nur das neueste Zeichen, dass sich Hollywood für die Blockchain erwärmt", so das Entertainment-Fachmagazin 'Variety'. Dabei geht es nicht nur um das Verhindern von Raubkopien, sondern auch um das Ausschalten von Zwischenhändlern in der Filmdistribution durch Distributed Ledger, da offenbar die Margen sowieso unter Druck sind. Aus demselben Motiv interessiert sich laut 'Variety' neben Hollywood auch die Musikbranche für Blockchain. (mag)

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