Der FC Chelsea der Netzwerker schlägt wieder zu

28. Juni 2005 um 12:28
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Cisco hat kürzlich für M.

Cisco hat kürzlich für M.I.Secure, einen 11-Mann Start-up, der weder Produkte noch einen Umsatz vorweisen konnte, 13 Millionen Dollar bezahlt. Nun hat sich der "FC Chelsea der Netzwerkszene" in Sachen "Ablösesumme" bereits wieder selbst übertroffen.
Gestern Abend gab Cisco die Absicht bekannt, ein kalifornisches Unternehmen namens NetSift für 30 Millionen Dollar zu kaufen. NetSift wurde vor genau einem Jahr von den beiden Wissenschaftlern George Varghese und Sumeet Singh gegründet und beschäftigt 15 Leute – Cisco zahlt also dieses Mal zwei Millionen Dollar pro Kopf.
Den Kaufpreis in diesem Falle als Ablösesumme, ähnlich wie im Fussball, zu bezeichnen, ist nicht so abwegig, wie es zuerst tönt (Auch wenn Spitzenfussballer immer noch einiges teurer sind, als gute Netzwerker). Genau wie M.I.Secure kann NetSift weder Produkte noch einen Umsatz vorweisen, und Cisco dürfte es vor allem auf das Know-how der Mitarbeiter abgesehen haben. Dieses entwickelt moderne mathematische Methoden und Technologien zur schnellen Verarbeitung von Datenpaketen, wie sie zum Beispiel in Switches und Routern aber auch in Firewalls und anderen Security-Lösungen geschehen muss. Das NetSift-Team kann gemäss Cisco eine lange Geschichte von Innovationen auf diesem Gebiet vorweisen. (Hans

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