Der glückliche Business-byDesign-Kunde

11. November 2011, 08:48
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Ist SAPs Online-Lösung 'Business byDesign' ein Flop? SAP-Manager sind da ganz anderer Meinung. Und SAP-Kunde Rolf Biskupek würde niemals mehr etwas anderes kaufen.

Ist SAPs Online-Lösung 'Business byDesign' ein Flop? SAP-Manager sind da ganz anderer Meinung. Und SAP-Kunde Rolf Biskupek würde niemals mehr etwas anderes kaufen.
Man habe dieses Jahr mehr als 700 Kunden für die Online-Lösung 'Business byDesign' gewinnen können, sagte Co-CEO Jim Hagemann Snabe gestern in seiner Eröffnungsrede an der Kundenmesse Sapphire in Madrid.
Auch in der Schweiz sei man mit dem Verkauf der SaaS-Lösung im Plan, sagte uns SAP-Schweiz-Chef Stefan Höchbauer. Trotzdem wollte man uns keinen Schweizer 'Business-byDesign'-Kunden vorstellen, wohl aber einen aus Deutschland. Rolf Biskupek ist Gründer und Besitzer von wildnissport.de, einer norddeutschen Firma, die seit fünf Jahren mit 20 Mitarbeitenden Marken-Outdoor-Ausrüstungen über Internet und in einem eigenen Ladengeschäft vertreibt. Das Geschäft läuft gut, die sonst so sparsamen Deutschen geben Krise hin, Krise her immer mehr Geld für edle Outdoor-Textilien, Zelte, Jagdausrüstungen und ähnliches aus.
Ende Juni ersetzte Biskupek in einem dreimonatigen Projekt die zuvor "gebastelte" IT-Lösungen durch SAP Business byDesign. Dass er sehr zufrieden ist und daran glaubt, dass das System seiner Firma neue Perspektiven eröffnet, nimmt man ihm ab. Umso mehr, weil er offen zugibt, dass SAP ihn als Gegenleistung zu seinem Bekenntnis mit zusätzlichen Services unterstützt hat.
Positiv: Datenkonsistenz, Reports, Integration von Externen
Dass 'Business byDesign' verhältnismässig teuer ist, streitet Biskupek nicht ab: Aber: "Auch ein Audi ist teuer - es kommt auf den Mehrwert drauf an", so seine typisch deutsche Antwort. Dafür erhalte er umfassende Funktionalitäten und eine Plattform, mit der seine Firma wachsen kann. "Für uns war nicht entscheidend, was Business byDesign heute kann, sondern, was das System in zehn Jahren kann, wenn wir 150 Mitarbeitende haben. Wichtig ist uns, dass wir das System in den nächsten Jahren nciht mehr anfassen müssen", argumentiert der Online-Händler.
Biskupek ist des Lobes voll über sein neues System: "Die Datenkonsistenz ist ein Traum und die Bearbeitung von Retouren komfortabel." Wichtig für den Firmengründer ist ausserdem, dass er durch selbst definierbare Reports den viel besseren Einblick auf den Geschäftsverlauf und der auf Knopfdruck aktuelle Bilanzen und Erfolgsrechnungen machen kann. Ausserdem konnte er externe Partner, wie etwa seinen Steuerberater, der nun direkt im System seines Kunden arbeitet, leicht enbinden.
Negativ: Aufwändige Stammdatenpflege, Verfügbarkeit
Dass die Daten konsistenter geworden sind , hat seinen Preis: Der Aufwand für Stammdatenpflege ist nun viel höher. Ausserdem war das System anfänglich auch nicht so verfügbar, wie es sein sollte, erzählt Biskupek. Und die Einbindung von mobilen Erfassungsgeräten war offenbar nicht ganz einfach.
Die Antwort auf die Frage, wie zufrieden die Mitarbeitenden mit dem System sind, fällt etwas zwiespältig aus: "Dafür, dass es SAP ist, ist die Zufriedenheit sehr gut."
Voraussetzungen für den Einsatz von 'Business byDesign'
Biskupeks Ausgangslage beim Entscheid für 'Business byDesign' entspricht ziemlich genau dem Szenario, das ERP-Spezialist Frank Naujoks vom Zürcher Beratungshaus i2s für den "idealen" Kunden für die Online-Software von SAP beschreibt. Naujoks: "Die Firma des idealen Business-byDesign-Kunden ist drei bis fünf Jahre alt, stark wachsend, stösst mit der Mischung von Excel, Buchhaltungssoftware und Teillösungen an Grenzen und hat mindestens 10 bis 15 User."
Ausserdem muss er bereit sein, seine Prozesse an SAP anzupassen und er muss auch seine Mitarbeitenden davon überzeugen können. (Christoph Hugenschmidt, Madrid)

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