Der grosse Durchbruch für Temenos?

25. August 2005, 15:21
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HSBC entscheidet sich für die Temenos-Core-Banking-Plattform.

HSBC entscheidet sich für die Temenos-Core-Banking-Plattform.
Während Banking-Spezialisten wie Avaloq oder Finnova hauptsächlich auf dem Schweizer Binnenmarkt tätig sind, feiert die börsenkotierte Genfer Softwareschmide Temenos ihre Erfolge eher im Ausland. Wie Temenos gerade mitteilt, hat sich HSBC, mit 110 Millionen Kunden in 77 Ländern eines der grössten Finanzinstitute der Welt, für Temenos als Partner für die Entwicklung seiner zukünftigen Core-Banking-Plattform entschieden.
Schon vor zwei Wochen hatte Temenos bekannt gegeben, dass man einen Deal mit einer europäischen Grossbank abgeschlossen habe, deren Name aber noch nicht verraten wurde. Die Genfer gaben damals an, dass sich dadurch ihr Umsatz mit Neulizenzen im laufenden Jahr um rund 10 Millionen Dollar auf 80 bis 85 Millionen Dollar steigen würde. Insgesamt würden sich die Lizenzeinnahmen über die nächsten drei Jahre verteilen, wobei ein signifikanter Teil davon erst nach 2005 fällig werde.
Für Temenos bedeutet der Vertragsabschluss mit HSBC, seinem bisher prominentesten Kunden, einen grossen Schritt vorwärts. Insbesondere als die Zusammenarbeit auch zukunftsträchtig zu sein scheint – Temenos erhält von HSBC sozusagen "Entwicklungshilfe".
Die beiden Unternehmen wollen ihr jeweiliges Know-how bei der Entwicklung von Banking-Software zusammenlegen und die Java-Version der "Temenos TCB Core Banking Solution" gemeinsam weiterentwickeln. Daraus soll einerseits die zukünftige Lösung für HSBC entstehen, andererseits erhält Temenos Unterstützung bei der Modernisierung seiner Software. Andreas Andreades, CEO von Temenos, qualifizierte den Handel als eine "wahre Business-Partnerschaft" und Ken Harvey, CIO von HSBC kommentierte: "Nachdem wir uns die Sache intensiv angeschaut haben, glauben wir, dass die nächste Generatiuon von Core Banking-Lösungen erst noch entwickelt werden muss. Temenos befindet sich in einer guten Position, um diesen Markt anzuführen." Hans Jörg Maron)

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