Der Innovationspark Zürich startet, aber anderswo

11. Dezember 2017, 13:23
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Die ersten Unternehmen können sich im Innovationspark Zürich ansiedeln – allerdings nicht am dafür vorgesehenen Standort beim Flugplatz Dübendorf, sondern vorerst auf fremdem Boden beim Bahnhof Stettbach.

Die ersten Unternehmen können sich im Innovationspark Zürich ansiedeln – allerdings nicht am dafür vorgesehenen Standort beim Flugplatz Dübendorf, sondern vorerst auf fremdem Boden beim Bahnhof Stettbach. Dieser ist rund vier Kilometer entfernt.
Für den Start des Innovationsparks muss die Ende November vom Dübendorfer Stimmvolk bewilligte Umzonung rechtskräftig sein. Das ist noch nicht der Fall – noch liegt der nordwestliche Rand des Flugplatzes offiziell in der Zone für öffentliche Bauten.
Die Stiftung Innovationspark Zürich hat nun eine vorübergehende Lösung gefunden, um "erste Ansiedlungen von innovativen Unternehmen" zu ermöglichen, wie sie mitteilt. In einem Geschäftshaus steht für erste Nutzer eine Bürofläche von 400 Quadratmetern zur Verfügung. Niedergelassen habe sich bereits die Firma Matternet aus den USA, die Drohnen für den Warentransport entwickelt.
Insgesamt wachse der Innovationspark langsam, aber nachhaltig, heisst es in der Mitteilung weiter. Gleichentags fand auch das Aufrichtefest des neuen Informationspavillons statt. Dieser beinhaltet unter anderem ein öffentliches Café und eine Ausstellung, eröffnet wird der Pavillon im März 2018.
Zudem heisst die Bushaltestelle "Eglishölzli" der Verkehrsbetriebe Glattal neu "Innovationspark". "Dies ist ein weiteres sichtbares Zeichen, dass die Vision des Innovationsparks immer klarere Konturen erhält."
Auf dem Areal des Flugplatzes Dübendorf soll mit dem Innovationspark eine neue Plattform für Forschung, Entwicklung und Innovation geschaffen werden. Für dessen Aufbau und Betrieb wurde von Kanton Zürich, ETH und ZKB im September 2015 eine Stiftung gegründet. Der Zürcher Innovationspark ist eine von schweizweit fünf Plattformen, an die sich Innovatoren und Startups andocken können. Die Dübendorfer SVP allerdings sieht in diesem einen Ausdruck von Gigantismus und warnt vor Pendlerströmen und Verkehrslawinen und ist gegen die Umzonung. (sda / mag)

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