Der IT-Fachkräftemangel spitzt sich wieder zu

25. November 2021 um 14:24
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Laut dem jüngsten Fachkräftemangel-Index Schweiz ist das Stellenangebot in den IT-Berufen so gross wie noch nie seit Messbeginn 2016.

Glaubt man den Zahlen der Studie vom Personaldienstleister Adecco und der Universität Zürich akzentuiert sich der Fachkräftemangel wieder, nachdem sich die Lage während der Corona-Krise entspannt hatte. Zu den IT-Berufen heisst es, dass die Pandemie einen Digitalisierungsschub ausgelöst habe.
Diese Entwicklung habe dazu geführt, dass die IT im Nachfrageranking neuerdings hinter dem Ingenieurwesen auf dem 2. Platz liegt. Dahinter folgen die Suche nach Technikerinnen und Techniker sowie die nach Mitarbeitenden in der Humanmedizin und Pharmazie.
Die Index-Herausgeber erklären, dass der Fachkräftemangel in den IT-Berufen zu Beginn der Covid-19-Pandemie vergleichsweise wenig zurückgegangen, im Verlaufe des letzten Jahres dann aber deutlich gestiegen sei. Inzwischen habe er wieder das hohe Vor-Pandemie-Niveau erreicht.
Besonders der von der Pandemie ausgelöste Digitalisierungsschub, soll dafür gesorgt haben, dass die Unternehmen intensiv nach IT-Spezialisten suchen. Konkret lasse sich der im IT-Sektor gewachsene Fachkräftemangel an der Zunahme an Stellenangeboten und der gesunkenen Arbeitslosenquote ablesen. "Von der Entspannung im Fachkräftemangel im Jahr 2020 ist momentan nur noch wenig spürbar", heisst es denn auch in einer Mitteilung. Besonders gesucht seien unter anderem Analytiker und Programmierer, aber es herrsche auch steigender Bedarf beim Support für Homeoffice und Onlinehandel.
Damit unterstreicht der Index, dass der Kampf um die Talente wieder intensiver wird. Festgestellt hatte das bereits die im Sommer vorgelegten Auswertung des Inserateaufkommens von Jobcloud. Das hatte seit Anfang 2021 in der deutschen Schweiz um rund 30% und in der französischsprachigen Schweiz um 21% zugelegt.
Bereits hier hiess das Fazit dieser Entwicklung: Das wachsende Angebot an veröffentlichten Stellen bedeute, dass es einerseits wieder einfacher sei, einen Job zu finden, es andererseits für Arbeitgeber aber anspruchsvoller werde, geeignete Mitarbeitende zu gewinnen.

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