Der IT-Vierjahresplan des Kantons Waadt

1. Dezember 2009, 16:10
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Der Kanton Waadt will seine Informatik durchgehend modernisieren und systematisieren und damit echtes "E-Government" möglich machen. Erste Version des "elektronischen Behördenschalters" bis 2013.

Der Kanton Waadt will seine Informatik durchgehend modernisieren und systematisieren und damit echtes "E-Government" möglich machen. Erste Version des "elektronischen Behördenschalters" bis 2013.
Das hätten wir im Kanton Zürich auch gerne, in dem der Regierungsrat Tendenzen und den IST-Zustand analysiert und Prioritäten und Ziele festlegt.
Gemäss dem 27-seitigen Papier, verfolgt der Kanton zwei Ziele. Die Waadt will einerseits die Fachanwendungen bis 2013 auf einen zuverlässigen, vereinheitlichten und modernen IT-Sockel bringen und andererseits ebenfalls bis 2013 einen "elektronischen Behördenschalter", an dem erste Geschäfte erledigt werden können, eröffnen.
Entwicklung der Fachanwendungen kosten am meisten
Interessant dünkt uns, dass der Kanton Waadt fest damit rechnet, aus der kürzlich erfolgten Internalisierung der Informatik, die früher in grossen Teilen zu Bedag ausgelagert war, Einsparungen zu erzielen, die dann wieder in die Modernisierung der Informatik gesteckt werden können. Insgesamt rechnet der Kanton Waadt für die Modernisierung der Informatik (Infrastruktur, Kommunikation, Datenbanken, Fachanwendungen, zentrales E-Gov-Portal) mit Investitionen von total 261 Millionen Franken bis Ende 2013. Der Löwenanteil davon (53 %) entfällt auf die Modernisierung der Fachanwendungen. Weitere bedeutende Posten (zwischen 15 und 17 % der Gesamtinvestitionen bis 2013) entfallen auf die Erneuerung der zentralen Systeme (Beschaffung, HR u.a.) und der Infrastruktur (v.a. Netzwerk und Telephonie).
Enorm wichtige Vorhaben kosten relativ wenig. So werden die Investitionen für die Öffnung (für alle Applikationen sowie für den Datenaustausch mit Bund und Gemeinden) und Standardisierung der zentralen Register mit ungefähr 12 Millionen Franken, also nur etwa fünf Prozent des Gesamtvolumens, angegeben. (Christoph Hugenschmidt)

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