Der Kanton Thurgau räumt in der IT auf

21. Januar 2015, 10:25
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"Beträchtliche Erhöhungen des Nettoaufwandes" beim Amt für Informatik. Viele Baustellen offen.

"Beträchtliche Erhöhungen des Nettoaufwandes" beim Amt für Informatik. Viele Baustellen offen.
Im Kanton Thurgau wird die IT in den kommenden Jahren in wichtigen Bereichen auf eine neue Basis gestellt. Dazu sind im Budget für das Jahr 2015 "beträchtliche Erhöhungen des Nettoaufwandes sowohl in der Erfolgsrechnung als auch in der Investitionsrechnung" beim Amt für Informatik (AfI) erforderlich, und inzwischen in ersten Bereichen schon bewilligt worden, wie Amtsleiter Leo Kuster zu inside-it.ch sagt. Konkret werde trotz kantonaler Sparübung dem AfI beispielsweise erlaubt, das bisher temporär beschäftigte Personal fest anzustellen. Allerdings stehen noch viele weitere Arbeiten an.
So sollen die bisher Tür an Tür gelegenen zwei Rechenzentren in Weinfelden über eine grössere Distanz geographisch getrennt und mit jeweils eigener Infrastruktur etwa für die Notstromversorgung redundant ausgelegt werden. Neben diesem Projekt zur Verbesserung der Datensicherheit soll aber auch die bereits gestartete Erneuerung der uralten Kantons-Homepage möglichst rasch abgeschlossen werden. Welche Kosten für all die Erneuerungsarbeiten konkret anfallen, kann Kuster derzeit nicht präzise angeben. Hier würden auch Vergleiche mit den Vorjahren sinnvollerweise nicht weiterhelfen. So sei das AfI-Budget 2014 zu tief angesetzt gewesen und nicht zuletzt hätten die zu geringen Anstrengungen in den Jahre zuvor genau zu den Defiziten beim Amt beigetragen, die man jetzt zu beheben habe.
Insgesamt wird nur festgehalten, dass zum Sicherstellen der Verfügbarkeit der IT-Systeme die Erneuerung verschiedenster IT-Infrastrukturkomponenten nicht mehr länger aufgeschoben werden dürfen, wie im Budget-Voranschlag 2015 die Datenablieferung an das Bundesamt für Justiz für die Langzeitsicherung implementiert und eingeführt werden. Beabsichtigt ist zudem, die Leistungen des Amtes künftig in einem Servicekatalog zu führen und in Servicegruppen zusammenzufassen. Zudem müsse das AfI seine internen IT-Prozesse überprüfen und diese an den heute gültigen Best-Practice-Vorgaben der IT Infrastructure Library (ITIL) ausrichten. Diese Arbeiten, inklusive der daraus resultierenden Organisationsänderungen, sollen bis spätestens Ende 2017 abschlossen sein. (vri)

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