Der letzte Akt von Python 2

22. April 2020, 11:34
image

Das Ende einer Ära: Mit dem allerletzten Release wird die Weiterentwicklung der älteren Python-Version eingestellt.

Gestern, am 21. April, wurde der Release 2.7.18 von Python veröffentlicht. Und es ist ein ganz besonderer: "Dies ist der letzte Python-2.7-Release, und damit auch der letzten Python-2-Release", schreibt der Release-Manager Benjamin Patterson dazu in einem Blogeintrag. Es sei nun Zeit, dass die Community Python 2 "freundlich, aber bestimmt" Adieu sage.
Ausserdem schreibt Patterson, dass die Versionsnummer 2.7.18 ziemlich genau der berühmten eulerschen Zahl entspreche. Wer jetzt noch bei Python 2 bleibe, fügt er sarkastisch hinzu, könne diese Zahl verwenden um zu berechnen, wie schnell die "Zinsen" für die technische Schuld, die er sich damit einhandelt, nun wachsen werden.
Python 2 wurde im Jahr 2000 veröffentlicht und seither kontinuierlich weiterentwickelt. Schon im Jahr 2008 debütierte aber der designierte Nachfolger Python 3. Das Problem für viele Entwickler war allerdings, dass die neuere Version nicht voll rückwärtskompatibel mit der älteren Version war. Deshalb blieben viele lieber bei Python 2.
Wie 'The Register' analysiert, dürften bestehende Python-2-Applikationen auch jetzt, nach dem Erscheinen des finalen Releases, nicht schnell aussterben. Und deren Anwender können auch weiterhin auf Unterstützung zählen. Red Hat werde beispielsweise Python 2 für RHEL 8 bis 2024 supporten. Canonical tut das gleiche für Ubuntu 18.04 LTS bis April 2023.

Loading

Mehr zum Thema

image

Das OIZ der Stadt Zürich hat seine SAP-Dienstleister bestimmt

Für 22 Millionen Franken hat sich der Stadtzürcher IT-Dienstleister SAP-Unterstützung in 4 Bereichen gesichert.

publiziert am 23.9.2022
image

Twint partnert mit Cembra-Tochtergesellschaft Swissbilling

Die Schweizer Bezahl-App Twint will künftig mit Swissbilling zusammenarbeiten. Details der Partnerschaft waren indes nicht zu erfahren.

publiziert am 23.9.2022
image

Deutsche Telekom wird T-Systems nicht los

Die Verhandlungen zum Verkauf der IT-Dienstleistungssparte sind laut einem Medienbericht gescheitert.

publiziert am 22.9.2022
image

RZ-Ausfälle kosten schnell mal mehr als 1 Million Dollar

Eine internationale Studie zeigt, dass die Betreiber auch im nachhaltigen Umgang mit Strom und Wasser noch Verbesserungs­potenzial aufweisen.

publiziert am 22.9.2022