Der Markt für Business-Software wächst 2020 um über 10 Prozent

16. Januar 2020, 13:24
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Laut Gartner steigen die globalen IT-Ausgaben dieses Jahr auf fast vier Billionen Dollar. Und das Wachstum soll anhalten.

2020 würden die weltweiten Ausgaben für IT um 3,4 Prozent steigen und voraussichtlich 3,9 Billionen Dollar betragen. Dies prognostizieren die Marktforscher von Gartner. Im folgenden Jahr soll dann die Marke von vier Billionen geknackt werden.
"Obwohl die politischen Unsicherheiten die Weltwirtschaft näher an eine Rezession herantrieben, trat diese 2019 nicht ein. Und es ist noch immer nicht das wahrscheinlichste Szenario für 2020 und darüber hinaus", konstatiert John-David Lovelock, Research Vice President bei Gartner. Mit dem Rückgang der globalen Unsicherheiten würden Unternehmen ihre IT-Investitionen verdoppeln, da sie ein Umsatzwachstum erwarteten. Zugleich würden sich ihre Ausgabenmuster ständig verändern, so Lovelock.
Etwas Gegenwind erwartet man bei Gartner durch den starken US-Dollar. Dies könne aufgrund der höheren Preise für US-Produkte in Ländern mit anderer Währung Ausgaben etwa für RZ-Ausstattung und Devices drücken. Allerdings erwartet man im Analysten-Haus in allen untersuchten Kategorien ein Wachstum. Dies nachdem der Umsatz mit RZ-Systemen und mit Devices 2019 noch geschrumpft war.

SaaS ist das Zugpferd für den boomenden Software-Markt

Am schnellsten wächst der Enterprise-Software-Markt, der im Jahresvergleich um 10,5 Prozent zulegen und 2020 rund 503 Milliarden betragen soll. Auch für das nächste Jahr sehen die Marktauguren in diesem Bereich ein Wachstum von etwas mehr als 10 Prozent voraus.
Fast alle Segmente der Unternehmenssoftware würden durch den Einsatz von SaaS vorangetrieben, heisst es seitens Gartner. Bis mindestens 2022 sollen zudem generell die Cloud-basierten Angebote schneller wachsen als die traditionellen IT-Angebote.
Letztes Jahr hat Gartner das sogenannte "Und-Dilemma" eingeführt: Firmen müssten oftmals zugleich Kosten senken und in das Wachstum investieren. Reifere Cloud-Umgebungen würden ein Mittel darstellen, um dieses Dilemma abzuschwächen. Der Ausgabentrend würde deshalb nicht so schnell von der Tagesordnung verschwinden.

Auch die Ausgaben für lizenzbasierte Software steigen

Auch die Ausgaben für Software, die nicht aus der Cloud bezogen wird, würden steigen, so Gartner, wenn auch mit geringerem Tempo. Dies soll bis mindestens 2023 der Fall sein.
Im Bereich RZ-Systeme sieht Gartner ein Wachstum von 1,9 Prozent auf 208 Milliarden Dollar. Devices sollen derweil für ein Volumen von 688 Milliarden Dollar abgesetzt werden, was einer Zunahme von 0,8 Prozent entspricht. In beiden Kategorien musste 2019 ein schrumpfender Markt verzeichnet werden.
Gartner hat noch zwei weitere Bereiche untersucht: Die Ausgaben für IT-Services würden um 5 Prozent auf 1,081 Billionen Dollar wachsen. Communication Services um 1,5 Prozent auf 1,384 Billionen.
Gartner wertet für die Prognosen nach eigenen Angaben die Umsätze von tausenden von Vendors über die gesamte Palette von IT-Produkten und -Services aus.

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