Der mobile Einkauf wird Alltag

4. Juli 2014, 09:49
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Eine Studie zum Einkaufsverhalten der Schweizer zeigt, dass mobile Endgeräte meistens noch zur Recherche verwendet werden. Beim Online-Kauf kommt es sehr auf die Produkte und Dienstleistungen an.

Eine Studie zum Einkaufsverhalten der Schweizer zeigt, dass mobile Endgeräte meistens zur Recherche verwendet werden. Ob sie beim Online-Kauf zum Einsatz kommen, hängt sehr vom Produkt oder der Dienstleistung ab.
Als Gegenstück zum alljährlich erscheinenden E-Commerce-Report Schweiz die Anwender- also Kundensicht untersucht. Von Ende November bis Anfang Dezember 2013 haben dazu die Marktforscher vom Link Institut im Auftrag des Mobile-App-Spezialisten Mons und der Agentur Usable Brands 1944 Schweizerinnen und Schweizerin der Deutsch- und Westschweiz aller Altersgruppen nach der Internetnutzung beim Einkaufen befragt. Die Studie resümiert kurz die derzeitige Verbreitung von Endgeräten in der Schweiz und fokussiert sich dann auf das Verhalten im online und mobile Shopping insbesondere bei sechs Produktegruppen: Kleidung, Elektronik, Schuhe, Sport- und Outdoorartikel, Schmuck und Uhren sowie Möbel.
Heraus kam, dass – nicht unerwartet – 86 Prozent der Schweizer das Internet zur Produkterecherche nutzen. 62 Prozent greifen dafür auf einen Laptop zurück, 55 Prozent auf den Desktop, 39 Prozent aufs Smartphone und 31 Prozent verwenden ein Tablet. 93 Prozent nutzen für die Suche nach Informationen dann Suchprogramme wie Google, 60 Prozent die Webseiten oder Apps der Produkteanbieter und 47 Prozent Preisvergleichsportale.
Noch interessanter als diese Zahlen dürfte sein, dass fast gleich viele Schweizer (84 Prozent) bereits Produkte oder Dienstleistungen im Internet eingekauft haben. - Bei den 30 bis 49-Jährigen sind es 92 Prozent und bei den über 50-Jährigen 75 Prozent. - Die Online-Käufer waren zu 86 Prozent Männer und zu 82 Prozent Frauen. Wobei mehr als 20 Einkäufe in einem Jahr über diesen Kanal von 19 Prozent der Männer und 12 Prozent der Frauen gemacht wurden. Und auch für den Einkauf im Internet wird am häufigsten ein Laptop genutzt (60 Prozent), ebenfalls gefolgt vom Desktop (51 Prozent), allerdings kommt dann die Tablet-Verwendung (20 Prozent) vor dem Smartphone-Einsatz (17 Prozent). Wobei beim Einkauf via Smartphone der Generationenunterschied sichtbar wird: 25 Prozent der 15- bis 29-Jährigen nutzen es, aber nur 19 Prozent der 30 bis 49-Jährigen und neun Prozent der Schweizer über 50. Mit dem Smartphone werden besonders gern Reisen (Zugtickets), Kleider und Bücher eingekauft, Elektronik kommt erst auf Rang vier. Und das, obwohl insgesamt elektronische Produkte mit 57 Prozent die beliebtesten Produkte des Online-Einkaufs für Männern sind. Bei Frauen sind das die Kleider (66 Prozent). Übrigens halbieren sich die Beliebtheitsquoten dieser beiden Produktegruppen beim jeweils anderen Geschlecht.
Ausgewertet werden die detaillierten Zahlen der Studie von den Herausgeber dann in dem Whitepaper "Die mobile Revolution am POS - Mit digitalen Retail-Lösungen Marktvorteile gewinnen". Darin werden neben Schlüsselfaktoren für den POS (Point of Sales) im Jahr 2020 unter anderem auch drei Ansätze von digitalen Retail-Lösungen gezeigt. Zum einen sind das sogenannte "Digital Customer Solutions", hinter denen eine "konsistente App- und Weblösungen für den Endkunden, als Informations-, Verkaufs- und Kundenbindungskanal" steht, wie die Herausgeber schreiben. Dann werden "Digital Sales Solutions" diskutiert, die den "Einsatz von mobilen Endgeräten zur Unterstützung des Verkäufers für personalisierte Beratungsprozesse, die Vereinfachung der Logistikprozesse und die Integration der unterschiedlichen Verkaufskanäle" erlauben. Und schliesslich kommen "In-Store Experience Solutions" zur Sprache. Mit ihnen soll die "Stärkung der Markenbindung und der Interaktion im Ladengeschäft durch die Integration von Digital Signage, Kiosklösungen und multimedialer Installationen" ermöglicht werden. (vri)

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