Der Mobile-Markt wird fetter – die Wölfe sammeln sich

29. September 2005, 04:55
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Noch erzielt RIM (BlackBerry) fette Gewinne im Markt für mobile Mail-Lösungen. Aber der Markt wird enger.

Noch erzielt RIM (BlackBerry) fette Gewinne im Markt für mobile Mail-Lösungen. Aber der Markt wird enger.
Der kanadische "BlackBerry"-Hersteller Research In Motion (RIM) ist weiterhin im Hoch. Im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres 2005/2006, das am 27. August endete, stieg der Gewinn des Unternehmens verglichen mit dem zweiten Quartal des Vorjahrs um 57 Prozent auf 111 Millionen Dollar. Der Umsatz stieg um 8 Prozent auf 490 Millionen Dollar.
Mit seinen BlackBerry-Lösungen ermöglicht RIM seinen Kunden den mobilen Zugriff auf Unternehmens-E-Mail- und PIM-Daten. (Personal Information Management: Kontaktdaten, Termine usw.) Dieser noch junge Markt wächst gegenwärtig rapide, aber RIM ist längst nicht mehr der einzige Player. Verschiedene Konkurrenten – die bekanntesten Namen sind vielleicht Microsoft - drängen auf den Markt.
Wie der Marktforscher Berlecon Research anhand einer Analyse der Situation in Deutschland schreibt, wird die Szene daher gegenwärtig von einer grossen Dynamik geprägt: "Verschiedene Player drängen auf den deutschen Markt, und der bisherige Marktführer RIM mit seiner populären BlackBerry-Lösung sieht sich wachsender Konkurrenz gegenüber." Als einen der wichtigsten neuen Namen identifiziert Berlecon Sybase mit seiner Tochterfirma iAniywhere, die gerade Extended Systems übernommen hat. "Damit werden sie zum wichtigsten Wettbewerber für RIM bei komplexen Unternehmenslösungen", meint dazu Nicole Dufft, Senior Analystin bei Berlecon Research.
Drum prüfe, wer sich (ewig?) bindet
Aber es gibt auch viele andere Mitbewerber: "Darüber hinaus werden neue Niedrigpreisangebote von Microsoft und Nokia, die für das vierte Quartal 2005 angekündigt sind, Preisdruck auf den Markt ausüben. Und nicht zuletzt wollen sowohl Neueinsteiger am deutschen Markt wie Good Technologies oder Intellisync, als auch etablierte Generalisten wie IBM oder Siemens, sich einen Teil des wachsenden Mobile-Mail-Kuchens abschneiden", fasst Nicole Dufft zusammen.
Unternehmen, die eine mobile Lösung einführen wollen, rät Berlecon daher dazu, sich die Anbieter genau anzuschauen. Insbesondere sollten sie prüfen, ob die Anbieter das Potential haben, neben ihren aktuellen auch zukünftige Anforderungen erfüllen zu können. Dazu noch mal Nicole Dufft: "E-Mail und PIM-Anwendungen bilden oft nur den Einstieg in eine weitere Mobilisierung der Unternehmens-IT. Deshalb gewinnen die Ressourcen und Kompetenzen der Anbieter für einen Ausbau der Mobile-Mail-Lösung auf andere Unternehmensbereiche immer mehr an Bedeutung." (Hans Jörg Maron)

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