Der Schweizer Detailhandel im Krebsgang

14. August 2012, 14:56
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Der Schweizer Detailhandel hat ein lahmes Bein – Detailhandelsexperte Thomas Hochreutener sagt warum.

Der Schweizer Detailhandel hat ein lahmes Bein – Detailhandelsexperte Thomas Hochreutener sagt warum.
Laut einer Branchenstatistik des Marktforschungsinstituts GfK büsste der Schweizer Detailhandel im 2. Quartal 2012 rund zwei Prozent Umsatz ein. Insgesamt gesehen musste der Schweizer Handel im 1. Semester ein Umsatzminus von 1,2 Prozent ausweisen. Im Detailhandel sei auch der Online- und Versandhandel berechnet, sagte GfK-Detailhandelsexperte Thomas Hochreutener auf Anfrage von inside-channels.ch. "Der Online- und Versandhandel machen im Schnitt einen Anteil von 5,5 Prozent des ganzen Detailhandels aus", sagte er weiter.
2,7 Prozent musste der Non-Food-Bereich Multimedia, Unterhaltungselektronik, IT, Foto und Entertainment einbüssen. Was ist der Grund? Hochreutener sagt: "Es sind immer mehrere Faktoren dafür verantwortlich, einerseits liegt das Problem am Preiszerfall, andererseits muss man auch sagen, dass nur wenig Innovation die Nachfrage angetrieben hat. Tablets waren gerade mal die einzige Innovation im Bereich Informatik."
Die Situation im Schweizer Handel sei angespannt, schreibt GfK in einem Communiqué. Preiskämpfe und Rabattschlachten würden die Nervosität einzelner Händler beleuchten. Die Auswirkungen spüren dann die Konsumenten, die je länger je mehr preissensibel werden. Wenn der Schweizer Detailhandel die relativ tiefen Umsätze des 2. Semesters 2011 erreichen kann, wird er per Ende Jahr mit einem Minus von rund einem Prozent abschliessen. (hal)

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