Der Schweizer Online-Shopper "entmystifiziert"

18. März 2013, 07:04
  • e-commerce
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PC noch weit vor Tablets und Smartphones beim Online-Shopping. Einkaufen auf Facebook und Co. ist noch grosse Ausnahme.

PC noch weit vor Tablets und Smartphones beim Online-Shopping. Einkaufen auf Facebook und Co. ist grosse Ausnahme.
Unter dem Titel "Demystifying the swiss online shopper" hat das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC) eine Studie mit interessanten Erkenntnissen zum aktuellen Verhalten der Schweizer Online-Shopper veröffentlicht. Sie beruht auf einer Befragung von rund 1000 Schweizer Konsumenten.
Dabei zeigt sich unter anderem, dass ein gut gepflegtes E-Commerce-Konzept speziell für den Handel mit Computern und Unterhaltungselektronik mittlerweile ebenso wichtig sein dürfte, wie die physischen Läden. Zwar bevorzugen insgesamt immer noch knapp mehr als die Hälfte der Befragten den Einkauf im Laden, aber 20 Prozent informiert sich davor gerne zuerst im Web. Den Online-Einkauf bevorzugen rund 43 Prozent, wobei sich hierfür nur zwei Prozent der Kosumenten das Produkt zuerst im Laden anschauen. Nur in der Produktekategorie Bücher, Musik und Filme, wo bereits mehr als doppelt so viele Shopper den Kauf im Web dem Besuch eines Ladens vorziehen, ist die Bedeutung des Online-Channels noch höher als im IT- und UE-Bereich.
Wenn Online eingekauft wird, macht dies weiterhin die grosse Mehrheit am PC. Mehr als 60 Prozent benutzt mindestens einmal im Monat den PC für einen Online-Kauf, erst je etwa 10 Prozent ein Tablet oder ein Smartphone. "Smartphones gewinnen aber an Bedeutung als Zahlungsmittel. Auch Last Minute Schnäppchen oder E-Coupons finden bereits per App guten Absatz", relativiert dies allerdings Oz Ozturk, Partner Detailhandel und Konsumgüter bei PwC.
Obwohl rund 40 Prozent der hiesigen Shopper täglich eines oder mehrere soziale Netzwerke benützen, spielen diese im E-Commerce noch eine untergeordnete Rolle, sowohl als Einkaufsort als auch als Informationsplattform. Nur 5 Prozent der Befragten gaben an, im letzten Monat direkt auf einer Social-Media-Seite bestellt zu haben und lediglich 12 Prozent haben sich aufgrund von Infos in sozialen Medien zum Kauf eines Produkts entschlossen. Dies dürfte sich, so PwC, hierzulande auch in der näheren Zukunft nicht sehr schnell ändern, obwohl es Länder gibt, in denen Facebook und Co. eine wesentlich grössere Rolle im E-Commerce spielen. Ganz an der Spitze dieser Rangliste liegt China, wo fast 30 Prozent der für eine ähnlich Studie befragten Shopper einmal im Monat direkt in einem sozialen Netzwerk einkaufen.
Die komplette Studie kann hier kostenlos heruntergeladen werden. (Hans Jörg Maron)

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