Der Security-Startup-Star Tanium entert den DACH-Raum

28. September 2017, 12:50
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Tanium ist ein US-Unternehmen, das auf Security und Endpoint-Management fokussiert.

Tanium ist ein US-Unternehmen, das auf Security und Endpoint-Management fokussiert. Bislang in der Schweiz noch nicht verbreitet im Einsatz, will man dies ändern: "Tanium expandiert in die DACH-Region", so eine Mitteilung.
Aktuell ist man offenbar noch im Stadium der Umsetzung einer Go-to-Market-Strategie, welche das Gewinnen von Channel-Partnern beinhaltet. "Tanium baut im Zuge dieser Strategie auch ein Channel-Programm auf, das individuell auf die einzelnen Partner eingeht", kündigt das Unternehmen an.
Damit die Strategie zum Fliegen kommt haben die Kalifornier letzten Juli einen Regional Vice President Central Europe angestellt, der das DACH-Business verantwortet. Aktuell geht es primär um Business Development sowie den Aufbau eines Sales-Teams.
Der Verantwortliche heisst Olav Strand und ist laut Mitteilung mit 25 Jahren Erfahrung im IT-Sektor ein alter Hase. Das Rüstzeug für seine neue Aufgabe hat er laut Mitteilung unter anderem während fast fünf Jahren als Director Central Europe bei Splunk und als Managing Director EMEA Central / DACH bei IPsoft gesammelt.
Zu Tanium selbst: Die Plattform erlaubt es nach Unternehmensangaben, schnell Security-relevante Infos zum Netzwerk zu erhalten, um es dann entsprechend rasch patchen zu können. Man könne mit seiner Endpoint-Protection- und Systems-Management-Lösung auch mehrere Millionen Endpoints überwachen und kontrollieren. Und dies in komplexen Netzwerken, verspricht die Mitteilung. Tanium, 2007 gegründet, zählt laut Corporate Website aktuell rund 400 Mitarbeitende.
Der Startup hat laut Medienberichten aktuell einen Wert von 3,75 Milliarden Dollar und gilt als weltweit wertvollster Cybersecurity-Startup. 'Forbes' nannte die Firma 2015 "Hottest Cybersecurity Startup of 2015." Zu den Investoren gehören laut 'City A.M.' unter anderem Andreessen Horowitz und IVP sowie TPG Capital, eines grössten Private-Equity-Beteiligungsunternehmen.
Entsprechend steht das Unternehmen unter spezieller Aufmerksamkeit der US-Medien: Tanium musste sich im April entschuldigen, nachdem das 'Wall Street Journal' schrieb, Tanium habe ohne Autorisierung sensible Kundendaten in einer Kunden-Präsentation verwendet. Man könne aber unautorisiert keine Daten einer Kundeninstallation einsehen, wehrte sich der Startup.
Ernsthaft geschadet scheint dies nicht zu haben, man zählt zwölf der 15 wichtigsten US-Banken zu den Kunden, Ebay, Amazon und Zurich ebenfalls. (mag)

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