Der Serverraum im Wandschränkchen

31. Mai 2007, 14:09
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    Schlaue Idee aus Neuseeland: Ein kleiner Serverschrank, mit Kühlung und KVM, zum an die Wand hängen.

    Schlaue Idee aus Neuseeland: Ein kleiner Serverschrank, mit Kühlung und KVM, zum an die Wand hängen.
    'News.com' hat an der Messe Interop in Las Vegas die kleine neuseeländische Firma Thureon entdeckt, die ein, wie auch wir finden, interessantes neues Konzept für einen 19-Zoll-Serverschrank entwickelt hat. Das ganze könnte man als "Low-end-Pendant" zu Suns Blackbox – dem "Rechenzentrum im Container" - beschreiben.
    Der "Armarac", wie sich das Ding nennt, ist etwa anderthalb Meter hoch. Er kann an eine Wand geschraubt oder auf einem speziellen Ständer aufgestellt werden. Die Server, Switches usw. hängen vertikal in einem einzeln herausklappbaren Aufhängungsystem. Darin können Geräte mit maximal 2 Höheneinheiten montiert werden. Ein Armarac bietet gemäss Thureon-Mitgründer Ross Vincent Platz für bis zu 6 Höheneinheiten. (In der Produktebroschüre auf der Thureon-Website ist allerdings von 5U die Rede: Entweder fünf 1U-Geräte mit voller Länge oder zweimal 2U plus einmal 1U mit halber Länge.) Zusätzlich kann ein KVM-System und für Backups ein Laufwerk für Wechselmedien eingebaut werden.
    Im Armarac bereits integriert ist ein Kühlungssystem mit sechs Gebläsen, das gemäss Thureon meist genügt, wenn die Aussentemperatur nicht über 28 Grad steigt. Optional gibt es aktive Kühlung und ein Management-System mit Monitor, Tastatur und KVM-Switch, das auch selbsttätig die Feuchtigkeit und Temperatur im Inneren überwacht. Der Schrank ist abschliessbar, und soll – durch Überdruck im Inneren - auch Schutz vor Staub und Wasserschäden bieten. Die KVM-Einheit und der Backup-Drive sind einzeln zugänglich, ohne dass man das Serverabteil öffnen muss. Einen guten Eindruck davon, wie das Ganze funktioniert, erhält man in diesem Video auf 'News.com'.
    Mit KVM und Management-System ausgerüstet soll ein Armarac rund 10'000 Dollar kosten. Ob die Armaracs in Europa und der Schweiz bereits erhältlich sind beziehungsweise ob es in unserer Region Vetriebspartner gibt, konnten wir allerdings noch nicht herausfinden - in Neuseeland herrscht gerade tiefste Nacht. (hjm)

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