Der technische Betreiber von Edulog heisst Elca

3. Februar 2020, 11:03
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Das einheitliche Identitätsmanagement der Schweizer Schulen hat einen technischen Betreiber gewählt.

Für gut 1,7 Millionen Franken hat sich Elca den technische Betrieb, den Unterhalt der Schnittstellen und die Integrationsleistungen von Edulog gesichert. 
Edulog ist Teil der Digitalisierungsstrategie der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK). Deren Fachangentur Educa.ch verantwortet unter anderem den einfachen und sicheren Zugang zu digitalen Diensten für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen und dem Personal der kantonalen Bildungsverwaltungen.
Ausgeschrieben worden war das System noch unter dem Namen Fides, das von der Primarstufe bis zur Berufsbildung eingesetzt werden kann. Dabei sollen zwischen 1,1 bis 1,5 Millionen digitale Identitäten sowie einige Hundert Identitäts- und Dienstleistungsanbieter integriert werden können, wie es damals hiess. Drei Angebote waren für das System eingegangen. 
Kurz nach der Ausschreibung hat die EDK an ihrer Jahreskonferenz dann Edulog, die "Föderation der Identitätsdienste im Bildungsraum Schweiz" aus der Taufe gehoben. Beschlossen wurde dort auch, den für den Aufbau gewählten Projektname Fides im Betrieb durch Edulog zu ersetzen. Das ist inzwischen geschehen, wie Ueli Anken, stellvertretender Direktor der zuständigen Fachagentur ICT & Bildung Educa.ch, gegenüber inside-it.ch erklärte.
Elca werde nun die Infrastruktur aufbauen. Mit Beginn des neuen Schuljahres im kommenden Sommer werden die ersten fünf Kantone das neue System nutzen, wie Anken bestätigt. Demnach wird das System dann auf Ebene Volksschule und Sekundarstufe II in den beiden Basel, Freiburg, Glarus und Wallis verwendet.
Edulog werde aber zum neuen Schuljahr voraussichtlich auch in weiteren Kantonen allerdings nur in einzelnen Elementen respektive Schulstufen genutzt. Konkrete Namen konnte Anken hierfür noch nicht nennen.
Laut EDK sollen in drei Jahren alle Kantone Edulog nutzen. Zu beachten ist laut Anken aber, dass die Kantone selbständig bestimmen, ob und wann sie es einsetzen. Eine Verpflichtung dazu gibt es nicht, fügt er an.
Schon bei der Ausschreibung war erklärt worden, dass es nicht um ein Identitäts- und Zugangsmanagement "an sich" handle. Vielmehr gehe es um die Organisation und technische Aushandlung des Zugangs auf der Grundlage bestehender digitaler Identitäten von Kantonen, Gemeinden oder einzelnen Schulen durch die Bereitstellung und das Management von föderierten Identitäten.
So hiess es schon damals, es sollen Applikationen gehostet werden können, wobei deren Entwicklung nicht zum Auftrag gehören. Zu realisieren sind weiter technische Dienste für Installation, Konfiguration, Integration und Überwachung. Gehostet werden soll ausserdem die Datenbank und zu erbringen sind die Design-, Entwicklungs- und Integrationsaufgaben, die für den reibungslosen Betrieb nötig sind.

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