Der Telefonie-Infrastrukturmarkt in Europa zieht an

1. April 2005, 07:56
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Alcatel hat es gemäss Canalys durch "aggressives" Vorgehen geschafft, Siemens als Marktführer abzulösen.

Alcatel hat es gemäss Canalys durch "aggressives" Vorgehen geschafft, Siemens als Marktführer abzulösen.
Gemäss Zahlen des Marktforschungsinstituts Canalys ist der Markt für Telefonie-Infrastruktur für Unternehmen in der Region Europa, Naher Osten und Afrika im Q4 2004 um 5,7 Prozent und im Gesamtjahr 2004 um 7,1 Prozent gestiegen – das machte es gemäss Canalys zum wachstumsstärksten Jahr seit 1999.
Canalys berechnet den Markt und die Marktaufteilung nach der Anzahl verkaufter Anschlüsse. In dieser Aufteilung hat im letzten Quartal des Jahres Alcatel mit einer Steigerung von 12 Prozent auf rund 970'000 verkauften Anschlüssen und 17,8 Prozent Marktanteil Siemens als Marktführer abgelöst. Alcatel war gemäss Canalys "besonders aggressiv" in dieser Peiode und vor allem in Deutschland, Spanien und Frankreich erfolgreich. Der Absatz von Siemens ist um 3 Prozent gesunken, der Marktanteil liegt noch bei 16,4 Prozent. An dritter Stelle, durch die Übernahme von Tenovis, nun schon Avaya (Marktanteil 9,3 Prozent) vor Nortel Networks (9,1 Prozent) und Ericsson (6,9 Prozent).
IP-Anteil auf neuer Rekordhöhe
Cisco ist mit 3,5 Prozent Anteil am Gesamtmarkt nicht unter den Top5, ist aber Marktleader im Teilbereich der IP-fähigen Anschlüsse, vor Alcatel, Siemens, Avaya und EADS. Insgesamt liegt der Anteil der IP-fähigen Anschlüsse gemäss Canalys nun bei einem neuen Rekordwert von 13 Prozent. Die Mehrheit dieser Anschlüsse sind Teil von hybriden Systemen, reine IP-Installationen sind noch in der Minderheit.
Aufgrund von Aussagen aus dem Channel kommt Canalys ausserdem zum Schluss, dass trotz des Hypes um neue "Rich Media" Konferenz- und Kollaborationstools immer noch klassische Anwendungen wie Voicemail und CTI (Computer-Telephony-Integration) die Bereiche sind, die am ehesten die Wachstumserwartungen des Channels erfüllen. (hjm)

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