Der traditionelle Sourcing-Markt in EMEA erholt sich

20. Juli 2018, 11:44
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Der Markt für traditionelles Sourcing erholt sich in der EMEA-Region, bleibt aber im DACH-Raum weiter schwach.

Der Markt für traditionelles Sourcing erholt sich in der EMEA-Region, bleibt aber im DACH-Raum weiter schwach. Dies geht aus aktuellen Zahlen des Marktforschers ISG hervor. Demnach wuchs das Volumen des traditionellen Sourcings in Europa, dem Nahen Osten und Afrika um elf Prozent und betrug 2,5 Milliarden Euro. Es ist das erste Wachstum seit fast zwei Jahren.
Viel stärker wuchs der As-a-Service-Markt in EMEA, der um 56 Prozent zulegte und im letzten Quartal bereits 1,2 Milliarden Dollar schwer war. Das Volumen des gesamten Sourcing-Marktes betrug demnach 3,7 Milliarden Dollar.
Nach einem schwachen Start ins Jahr habe sich das traditionelle Sourcing auch im DACH-Raum erholt, so ISG. Im Vergleich zum Vorquartal habe das Marktvolumen um 70 Prozent zugelegt. Doch trotz dieses Wachstums bleibe das jährliche Vertragsvolumen im Jahresvergleich schwach: Die Zahl der abgeschlossenen Verträge sei über die Hälfte niedriger als noch vor zwölf Monaten. Weitere Angaben zum DACH-Markt macht ISG nicht.
Wesentlicher Treiber der Entwicklung sei der verstärkte Ausbau der digitalen Infrastruktur der Unternehmen, schreibt der Marktforscher. "Unternehmen investieren nun in Technologien, mit denen sie ihr digitales Rückgrat stärken. Angesichts der unsicheren wirtschaftlichen und politischen Lage in EMEA ist es ermutigend zu sehen, dass die Unternehmen die Bedeutung einer starken digitalen Infrastruktur wertschätzen", so Friedrich Löer, Partner bei ISG Germany, in der Mitteilung.
Der ISG-Index für EMEA erfasst Outsourcing-Abschlüsse in der Privatwirtschaft mit einem jährlichen Vertragsvolumen von mindestens vier Millionen Euro. (ts)

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