Der Trend geht weiter in Richtung Billig-Server

23. August 2006, 12:11
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Sun ist wie schon Anfang Jahr der einzige der grossen Hersteller, der global gesehen deutlich Marktanteile gewinnt.

Sun ist wie schon Anfang Jahr der einzige der grossen Hersteller, der global gesehen deutlich Marktanteile gewinnt.
Gemäss aktuelle Zahlen des Marktforschungsinstuts IDC wurden im zweiten Quartal dieses Jahres weltweit zwar insgesamt 8,3 Prozent mehr Server verkauft, der damit erzielte Umsatz stieg aber für die Hersteller nur um 0,6 Prozent auf 12,3 Milliarden. Immerhin zeigte der Servermarkt Anzeichen einer leichten Verbesserung gegenüber den beiden vorangegangenen Quartalen, in denen der Gesamtumsatz verglichen mit dem Vorjahr jeweils leicht sank.
In Europa allerdings, so IDC, liess der Serverumsatz noch einmal nach – genauere Zahlen zum europäischen Markt dürften in den nächsten Tagen folgen.
Global gesehen schaffen Kunden gegenwärtig zwar mehr, aber eher billigere Server an, als vor einem Jahr. Wie schon in den letzten beiden Quartalen wuchs der Umsatz nur im Segment der Server mit einem Verkaufspreis unter 25'000 Dollar, und zwar um 6,2 Prozent. Im mittleren Segment (25'000 bis 500'000 Dollar) sank der Umsatz um 3,5 Prozent, im High-end-Segment (über 500'000 Dollar) sank er sogar um 6,9 Prozent verglichen mit dem zweiten Quartal des Vorjahrs.
Unter den fünf grössten Herstellern konnte wie schon im letzten Quartal nur Sun seinen Umsatz deutlich steigern, um 15,5 Prozent auf 1,585 Milliarden Dollar. Der Abstand Suns zu den beiden Marktführern IBM und HP bleibt aber weiterhin gross. Der Server-Umsatz von IBM sank um 2,2 Prozent auf 3,808 Milliarden Dollar, der Umsatz von HP um 1,7 Prozent auf 3,420 Milliarden Dollar. Auch Dell bleibt weit von früheren Wachstumsraten entfernt und musste einen Umsatzrückgang um 1,3 Prozent auf 1,269 Milliarden Dollar hinnehmen. An fünfter Stelle folgen Fujitsu bzw. Fujitsu Siemens, deren kombinierter Umsatz um ein halbes Prozent auf 554 Millionen Dollar stieg. Alle übrigen Anbieter halten weiterhin zusammengenommen einen Marktanteil von 13,4 Prozent. (hjm)

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