Der Wirtschaftsraum Greater Zurich Area zieht weniger Firmen an

17. März 2020, 11:17
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Standortförderer GZA konnte 2019 weniger Firmen anlocken. Es seien aber dennoch deutlich mehr Arbeitsstellen geschaffen worden, heisst es von der Organisation.

Greater Zurich Area (GZA) hat 2019 weniger Unternehmen im Grossraum Zürich angesiedelt als noch im Jahr zuvor. Insgesamt hätten sich in den neun Kantonen des Wirtschaftsraums Zürich 103 Firmen niedergelassen und damit 21 weniger als im Vorjahr, schreibt die Organisation für Standortmarketing in einer Mitteilung.
GZA führt dies auf den schrumpfenden Markt in Europa und der Schweiz zurück und hält fest: "Seit 2016 schrumpfen ausländische Direktinvestitionen in der Schweiz, seit 2018 auch in ganz Europa."
Auch im ICT-Bereich zog der Standort weniger Unternehmen an. Waren es 2018 noch 41 Firmen, so siedelten sich letztes Jahr noch 38 aus dem Bereich an. Aus dem ICT-Bereich stammen noch vor den Life Sciences die meisten der neuen Unternehmen im Gebiet von GZA.
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Ansiedlungen nach Technologien und Branchen. Grafik: GZA

Ein Viertel mehr neue Stellen

Es gibt aber auch Erfolgsmeldungen für den Wirtschaftsstandort. Die neu angesiedelten Firmen hätten 615 Arbeitsplätze geschaffen, 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch für die nächsten fünf Jahr zeigt man sich bei GZA optimistisch: Die geplanten Stellen lägen nämlich mit 1676 Jobs um einen Viertel höher als im Jahresvergleich.
Entsprechend zufrieden gibt man sich beim Standortförderer angesichts des schwierigen Marktumfeldes. "Das ist sehr erfreulich, denn die neuen Stellen zeigen den Mehrwert, den das Standortmarketing für die gesamte Region schafft, ganz direkt", wirbt Sonja Wollkopf Walt, Geschäftsführerin von Greater Zurich Area in der Mitteilung.
59 Prozent der neu angesiedelten Firmen seien schliesslich von GZA oder den kantonalen Wirtschaftsförderern direkt identifiziert und angesprochen worden. Sie stammen wie schon letztes Jahr zu einem grossen Teil aus den USA, gefolgt von Deutschland und China.

Schlechte Prognosen für das laufende Jahr

Die Perspektive sieht derweil nicht besonders glänzend aus, auch wenn der Wirtschaftsraum laut GZA vergleichsweise widerstandsfähig ist. Denn auch die Arbeit der Standortförderung sei durch die Corona-Epidemie beeinträchtigt. Und "die bereits deutlich abgeschwächte Konjunktur und das Klima der Unsicherheit werden mit grösster Wahrscheinlichkeit den Rückgang von Investitionsprojekten noch einmal verstärken", heisst es weiter.
Greater Zurich Area ist die Standortmarketing-Organisation des Grossraums Zürich. Mitglieder sind unter anderem die Kantone Glarus, Graubünden, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, Tessin, Uri, Zug und Zürich, die Region Winterthur und die Stadt Zürich, zahlreiche Unternehmen aus der Privatwirtschaft sowie die ETH Zürich.

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