Deutlich weniger Informatiklehrlinge in der Schweiz

30. März 2007, 12:36
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Nur knapp über 6000 Informatiker in der Berufsausbildungs-"Pipeline". Frauenanteil bleibt sehr tief.

Nur knapp über 6000 Informatiker in der Berufsausbildungs-"Pipeline". Frauenanteil bleibt sehr tief.
Der Mangel an ausgebildeten Informatikern ist ein Thema, das den Unternehmen der Schweizer IT-Industrie und den IT-Abteilungen von Unternehmen zunehmend auf den Nägeln brennt. Zumindest der "Nachschub" aus der beruflichen Grundausbildung (Nicht-universitäre Lehrgänge) wird sich aber nicht so schnell verbessern.
Nach den neusten Zahlen des Bundesamts für Statistik haben letztes Jahr in der Schweiz noch rund 1700 junge Leute ein Ausbildungsverhältnis im Bereich Informatik begonnen, etwa 9 Prozent weniger als 2005. Auch die Zahl der Abschlüsse ist um rund 7 Prozent auf 1800 gesunken. Insgesamt befanden sich Ende 2006 noch 6100 Junginformatiker in der Berufsausbildungs-"Pipeline", rund 350 weniger als ein Jahr zuvor.
Rund 1480 der 1700 neuen Informatikausbildungsverhältnisse sind neue Lehrverträge, der Rest je etwa zur Hälfte Eintritte in Informatikmittelschulen und nicht-BBG-reglementierte Lehrgänge. Betrachtet man nur die Informatiklehren zeigt sich auch hier ein deutlicher Rückgang verglichen mit früheren Jahren. 2004 wurden noch rund 1600 neue Lehrverträge abgeschlossen, 2003 fast 1700.
Das Problem dürfte sowohl beim Lehrstellenangebot als auch bei der -Nachfrage bestehen. Sowohl ein Grund für die rückgängigen Zahlen als auch ein Zeichen für die immer noch abnehmende Attraktivität des Berufsfelds Informatik bei jungen Schweizern dürfte der schon beinahe penibel tiefe Frauenanteil hierzulande sein. Bei den neu eintretenden Informatiklehrlingen hielt er sich in den letzten Jahren hartnäckig knapp unter 10 Prozent, letztes Jahr waren sogar nur 109 der 1482 neuen Informatiklehrlinge Frauen. (Hans Jörg Maron)

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