Deutsche Bank mit massiven IT-Problemen

6. Juni 2016, 11:52
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Mit einer Entschuldigung per Twitter wandte sich die Deutsche Bank letzten Freitag an ihre Kunden: Es gebe "ein Darstellungsproblem im Online-Banking" hiess es, weshalb teilweise Einzahlungen und Abbuchungen doppelt gezeigt oder nicht abgebildet worden seien. Zwar soll keine dieser doppelt dargestellten Zahlungen tatsächlich erfolgt sein, doch sah sich die Bank veranlasst, am Freitagabend bis 20 Uhr die meisten ihrer Filialen offen zu halten. Seit Samstag soll wieder alles ordnungsgemäss laufen.
Aufgrund eines Computerfehlers sei es laut 'heise Beispiele verärgerter Kunden präsentiert. Angesichts des Monatswechsels hätten sich Stornierungen, fälschliche Mietrückzahlungen und ähnliches ergeben. Auch wenn IT-Pannen auch andere Banken treffen: Der Imageschaden dürfte beträchlich sein.
So wird inzwischen gefragt, ob die Deutsche Bank ihre IT vernachlässigt hat. 'heise' weist darauf hin, dass Konzernchef John Cryan kurz nach seinem Amtsantritt im Juli 2015 ein Drittel der Systeme als überaltert eingestuft hatte. Sie und ineffektive Prozese würden "inakzeptabel hohen" Kosten verursachen. Dass der neue Chef zudem Anfang 2016 einen Rekordverlust und hohe Rückstellungen verkünden musste, macht die Sache noch delikater.
Zudem hatte die 2016 neu gestartete Technologiechefin Kim Hammonds soeben erst in einem Interview gesagt: "Unsere IT muss moderner und einfacher werden. Und das ziemlich rasch". Jeder Geschäftsbereich habe "in eine eigene IT investiert, so dass die Systeme zu komplex geworden sind". Als Ziel hatte sie vorgegeben, die derzeit 45 parallel laufenden Betriebssysteme bis zum Jahr 2020 auf vier zu reduzieren. (vri)

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