Deutsche Bank verkauft IT-Tochter an Tata

9. November 2020, 16:26
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1500 Informatiker wechseln schon bald ihren Arbeitgeber – für einen symbolischen Preis.

Die Deutsche Bank (DB) und Tata Consultancy Services (TCS) haben eine Vereinbarung zum Verkauf von Postbank Systems an TCS unterzeichnet. TCS übernehme 100% der Anteile am IT-Dienstleister der DB-Tochter Postbank, teilen die Unternehmen mit.
Postbank Systems beschäftigt rund 1500 Mitarbeitende, die Mehrheit davon in Bonn, sie arbeiten für die DB-Marke. Der Verkauf sei Teil des Plans der Deutschen Bank, insgesamt 18'000 Mitarbeitende abzubauen, um Kosten zu senken und die Rentabilität wiederherzustellen.
Die Deutsche Bank wird im Rahmen der Transaktion die Integrationskosten von TCS in Höhe von 120 Millionen Euro übernehmen. "Im Zuge des Aufbaus eines zentralen Technologiebereichs konsolidieren wir auch die IT-Systeme unserer Marke Postbank auf der Plattform der Deutschen Bank", sagte Bernd Leukert, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank und verantwortlich für den Bereich Technologie, Daten und Innovation. "Die Vereinbarung zum Verkauf der Postbank Systems ist ein weiterer wichtiger Schritt, um unsere IT-Landschaft zu vereinfachen", so Leukert, der darauf verwies, dass TCS bereits für die Deutsche Bank arbeite.
"Wir freuen uns, unsere langjährige Partnerschaft mit der Deutschen Bank zu vertiefen, weiterhin zu ihrer digitalen Transformation beizutragen und uns mit weiteren Ressourcen im Bankbereich zu verstärken", sagte N. G Subramaniam, Chief Operating Officer und Executive Director von TCS.
Auch wenn das Preisschild auf dem Deal ein symbolischer Euro sei, kommt er dennoch der Deutschen Bank zugute, schreibt 'Bloomberg', die als Erstes vom Verkauf berichtete, mit Verweis auf eine anonyme Quelle. Die Bank spare Entlassungskosten und könne den Mitarbeitenden von Postbank Systems Perspektiven bieten. Zudem werde die Deutsche Bank weiterhin für die Dienstleistungen von Postbank zahlen, ähnlich wie bei den derzeit geltenden Vereinbarungen zwischen den Unternehmen.
Der Eigentümerwechsel soll Ende 2020 vonstattengehen.

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