Deutsche Spionage-Software für Schweizer Ermittlungsbehörden

12. Februar 2007, 15:19
  • security
image

Schweizer Ermittlungsbehörden prüfen den Einsatz einer deutschen Spionagesoftware zur heimlichen Durchsuchung von PCs von Verdächtigen.

Schweizer Ermittlungsbehörden prüfen den Einsatz einer deutschen Spionagesoftware zur heimlichen Durchsuchung von PCs von Verdächtigen. Wie die 'SonntagsZeitung' gestern berichtete, gibt es Kontakte von Schweizer Behörden mit deutschen Polizeistellen, um sich über die dort verwendeten Verfahren informieren zu lassen.
Bereits im November und im Oktober vergangenen Jahres hatte die Zeitung über Bestrebungen von Schweizer Ermittlungsbehörden berichtet, eine Software zu finden, mit der heimlich PCs überwacht oder VoIP-Gespräche mitgehört werden können.
Im Juni 2006 hatte bei der Bundesanwaltschaft in Bern eine Sitzung stattgefunden, bei der ein in Schwyz entwickeltes Spionprogramm für den Einsatz durch Behörden demonstriert wurde. Die Teilnehmer kamen zum Schluss, dass der Einsatz von Softwarewanzen teils durch die kantonalen Strafprozessordnungen gedeckt ist. Allerdings ist die rechtliche Basis weder in Deutschland noch in der Schweiz geklärt. (mim)

Loading

Mehr zum Thema

image

Nach Angriffswelle: Skript der CISA soll ESXi-Opfern helfen

Die US-Security-Behörde hat ein Skript veröffentlicht, um ESXi-Server wiederherzustellen.

publiziert am 8.2.2023
image

Alphv hackt Schweizer Finanzdienstleister Finaport

Die Cyberkriminellen konnten nach eigenen Angaben eine grössere Menge an Daten des Vermögensverwalters erbeuten. Die gestohlenen Informationen sind im Darkweb einsehbar.

publiziert am 8.2.2023
image

Neue Chefin für das BSI

Die Tech-Expertin Claudia Plattner soll die Spitze des deutschen Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) übernehmen, nachdem das Amt monatelang unbesetzt war.

publiziert am 7.2.2023
image

Polizei schiesst Kryptomessenger Exclu ab

Die App soll ein grosser Favorit von Kriminellen und Drogenschmugglern gewesen sein. Nun haben die Behörden die Dienste abgeschaltet, auch dank Hinweisen aus dem "Cyberbunker".

publiziert am 7.2.2023