Deutsche T-Systems-Angestellte zittern um ihren Job

4. Oktober 2007, 15:27
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Bereits seit Wochenanfang kursieren in deutschen Medien Gerüchte über einen möglichen Stellenabbau bei T-Systems in Deutschland.

Bereits seit Wochenanfang kursieren in deutschen Medien Gerüchte über einen möglichen Stellenabbau bei T-Systems in Deutschland. Rund 4800 Mitarbeiter der Sparte Computing Services & Solutions (CSS) hätten einen Brief erhalten mit der Aufforderung, Angaben zu ihren Sozialdaten zu machen. Den Mitarbeitenden von CSS soll transparent gemacht werden, ob sie aufgrund der Aufgabenverlagerungen von einer betriebsbedingten Kündigung im Jahr 2008 betroffen wären. Mitarbeitervertretung und Geschäftleitung haben in einem Interessenausgleich vereinbart, bis zum 1. April 2008 auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Der IT-Dienstleister möchte gewisse Funktionen ins (günstigere) Ausland verlagern.
Das deutsche 'Handelsblatt' berichtet nun heute, dass die Tochter der Deutschen Telekom 100 Stellen des Bereichs Desktop-Service und 1500 Jobs aus den Rechenzentren ins Ausland verlagern möchte. Ende 2009 sollen die Arbeitsplätze von Deutschland nach Osteuropa verlagert werden. Lothar Schröder, Bundesvorstand der deutschen Gewerkschaft ver.di, sagte: "Wir werden uns wehren." Schröder bezeichnete die Pläne gegenüber dem 'Handelsblatt' als "unschlüssig", weil der neue T-Systems-Chef Reinhard Clemens noch nicht einmal an Bord sei und seine Strategie noch gar nicht stehe. T-Systems sagt, dass das Ganze Bestandteil des bereits 2005 verabschiedeten Stellenabbauplans ist.
Vor wenigen Wochen hatte 'Focus' aufgedeckt, dass T-Systems die Auslagerung von 16'000 Programmierer plant: Der Bereich Systems Integration mit weltweit 16'000 Softwareentwicklern soll in eine Partnerschaft eingebracht werden.
T-Systems beschäftigt bisher in Niedriglohnländern weniger als 3000 Mitarbeitende. Mitbewerber haben schon seit längerer Zeit Arbeiten wie bei CSS nach Indien oder Osteuropa ausgelagert. Die Schweizer Niederlassung von T-Systems ist von der ganzen Geschichte nicht betroffen. Wie eine Sprecherin auf Anfrage sagte, werden hierzulande nach wie vor Arbeitskräfte gesucht. (mim)

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