Deutscher ICT-Markt trotzt der Krise

18. Oktober 2012, 11:42
  • international
  • bitkom
  • deutschland
image

Die für 2013 von 1,6 auf 1 Prozent gesenkte Wachstumsprognose für Deutschlands Wirtschaft hallt noch nach, da kommen vom deutschen Branchenverband Bitkom sehr positive Zeichen für die Entwicklung des deutschen ICT-Marktes in diesem Jahr.

Die für 2013 von 1,6 auf 1 Prozent gesenkte Wachstumsprognose für Deutschlands Wirtschaft hallt noch nach, da kommen vom deutschen Branchenverband Bitkom sehr positive Zeichen für die Entwicklung des deutschen ICT-Marktes in diesem Jahr. Statt des im Frühjahr erwarteten Wachstums von 1,6 Prozent rechnet der Verband jetzt mit einem Umsatzplus von 2,8 Prozent auf 152 Milliarden Euro in dem nördlichen Nachbarland, das mehr als 10 Mal so viele Einwohner zählt wie die Schweiz.
2013 soll sich das Wachstum dann tatsächlich auf 1,6 Prozent verlangsamen, dem Telekom-Markt wird trotz des anhaltenden Smartphone-Booms von dem Verband im nächsten Jahr sogar nur noch ein Umsatzplus von 0,5 Prozent beschieden.
Bitkom-Präsident Dieter Kempf sieht Innovationen wie Tablet-Computer und Smart Grid als Wachstumstreiber. "Privatverbraucher und Industrie investieren derzeit vermehrt in neue Geräte und Lösungen. Der positive Trend bei den Bitkom-Unternehmen wirkt stabilisierend auf die Gesamtkonjunktur", sagt Kempf und stützt seine Markteinschätzung auf aktuelle Prognosen des European Information Technology Observatory (EITO). Mit 10'000 neuen Arbeitsplätzen auf insgesamt 886'000 Beschäftigte (nach 28'000 im Vorjahr) gebe die ICT-Branche auch dem Arbeitsmarkt zusätzliche Impulse.
Die deutschen IT-Umsätze sollen dem Verband zufolge in diesem Jahr um 2,3 Prozent auf 72,8 Milliarden Euro steigen, die Softwareumsätze um 4,4 Prozent auf 16,9 Milliarden Euro. Für IT-Dienstleistungen einschliesslich Outsourcing und Wartung rechnet Bitkom 2012 mit einem Umsatzzuwachs von 2,1 Prozent auf 34,9 Milliarden Euro in Deutschland. Der Hardware-Umsatz entwickele sich dagegen mit einem mageren Plus von 1,1 Prozent etwas schwächer trotz des Booms bei Tablets, die in diesem Jahr 1,6 Milliarden Euro abwerfen sollen und damit satte 41 Prozent mehr als im Vorjahr. Positiv überrascht hat trotz eines leichten Negativ-Wachstums von 0,7 Prozent das Geschäft mit Desktop-PCs, denn im Frühjahr war Bitkom für den Bereich noch mit einem Minus von 4,4 Prozent ausgegangen. Dabei ist hier sogar mit einem Absatzplus von 2,6 Prozent auf 5,4 Millionen Stück zu rechnen.
Sehr positiv entwickelt hat sich dank des Smartphone-Booms auch das einstige Sorgenkind Telekommunikation. Hier rechnet Bitkom für Deutschland in diesem Jahr mit einem Umsatzzuwachs von 3,4 Prozent auf 66,4 Milliarden Euro. Der Smartphone-Umsatz werde mit 45,7 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro besonders stark zu Buche schlagen, nachdem 7 von 10 verkauften Handys in Deutschland schon zur Kategorie der internetfähigen Geräte gehören. Erfreulich entwickelt sich auch der Umsatz mit mobilen Datendiensten, der um 13 Prozent auf 8,5 Prozent zulegen soll, während die Gesprächsumsätze um 4 Prozent auf 12,8 Milliarden Euro zurückgehen. (kh)

Loading

Mehr zum Thema

image

APIs bei Twitter werden kostenpflichtig

Schon in weniger als einer Woche werden Entwicklerinnen und Entwickler zur Kasse gebeten. Ein Preismodell gibts noch nicht.

publiziert am 3.2.2023
image

DXC hofft auf Turnaround im kommenden Jahr

Der Umsatz des IT-Dienstleisters ist im abgelaufenen Quartal erheblich geschrumpft. Im nächsten Geschäftsjahr soll es aber wieder aufwärts gehen, sagt der CEO.

publiziert am 2.2.2023
image

Cyberangriff auf Adesso Deutschland

Kriminelle haben Systeme kompromittiert und Daten kopiert. Kundendaten sind laut dem IT-Dienstleister nicht abgeflossen.

publiziert am 2.2.2023
image

AMD schlägt sich durch, Intel-CEO muss einbüssen

Trotz der schwierigen Wirtschaftslage kann sich AMD gut behaupten. Beim Konkurrenten sieht es anders aus: Intel spart bei den Löhnen – auch CEO Pat Gelsinger muss einstecken.

publiziert am 1.2.2023