Deutscher Server-Bauer Thomas Krenn versucht es in der Schweiz

17. Juni 2016, 13:43
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In zwei bis drei Monaten will der Server-Spezialist aus dem bayrischen Wald hierzulande eine Niederlassung installiert haben.

In zwei bis drei Monaten will der Server-Spezialist aus dem bayrischen Wald hierzulande eine Niederlassung installiert haben.
Offensichtlich haben kleine Server-Hersteller in ihren Nischen durchaus Erfolg. Nicht zuletzt steigende Umsätze in den letzten Jahren haben jedenfalls die deutsche Thomas Krenn veranlasst, selbst in den hiesigen Markt einzusteigen, wie CEO David Hoeflmayr zu inside-channels.ch sagt.
Seit 2009 vertrieb Thomas Krenn die in Deutschland gefertigten Maschinen hierzulande hauptsächlich über Maxdata. Maxdata macht bekanntlich den Laden in der Schweiz dicht' berichtete. Hoeflmayr bestätigt die Meldung, hält aber fest, dass man noch einige, insbesondere rechtliche Hausaufgaben zu machen habe. Doch der Entschluss sei bereits gefällt und die Schweizer Dependance werde in zwei bis drei Monaten gegründet sein.
Man suche bereits einen Mitarbeiter für den Verkauf, der vorerst aber aus dem Homeoffice arbeiten werde. Für das Lager, auch der Ersatzteile sei ebenfalls schon ein Partner gefunden, dessen Namen Hoeflmayr aber nicht nennen will. Dagegen verrät er, dass auch Gespräche mit Littlebit laufen, wohin auch einige Maxdata-Mitarbeiter gewechselt sind. In der Sache sei derzeit allerdings noch alles offen und somit auch eine mögliche Kooperation noch nicht vom Tisch.
Schweizer Kundenstamm kaufte bisher online
Vom Marktpotential in der Schweiz ist Hoeflmayr jedenfalls überzeugt, zumal schon ein gutgehendes Geschäft bestehe. So habe man im Vergleich mit dem Vorjahr 2015 in Deutschland ein Umsatzwachstum von rund 20 Prozent geschafft und mit Maxdata in der Schweiz sogar 30 Prozent mehr erwirtschaftet. Zudem gäbe es hier einen Kundenstamm, der regelmässig online bei Thomas Krenn einkaufe. Konkrete hiesige Zahlen will Hoeflmayr zwar nicht nennen, spricht aber immerhin von einem siebenstelligen Betrag.
Thomas Krenn hat bereits vor einigen Jahren versucht, sich ausserhalb Deutschlands zu etablieren. Davon ist alleine die Präsenz in der Schweiz übrig geblieben. Es gäbe in Europa starke regionale Unterschiede. Thomas-Krenn-Server würden dort geschätzt, wo Standard-Hardware nicht ausreiche und individuelle Wünsche zu adressieren sind. Interssant sei dabei, dass die Server nicht in spezifischen Branchen nachgefragt würden. Zwar sei man stark beim Mittelstand vertreten, verkaufe aber auch an Forschungs- und Spezialabteilungen von Grosskonzernen.
Etabliert haben sich die niederbayrischen Server-Spezialisten also mit spezifisch zugeschnittenen Maschinen. Ob Highend-Anforderungen zu erfüllen sind oder ein besonderer Wasser- oder Rüttelschutz gefragt wird, Thomas Krenn liefert, was verlangt wird. Laut Hoeflmayr arbeitet man für die Spezifikationen direkt mit dem Kunden zusammen oder mit Systemhäusern, denen man als Hardware-Lieferant zur Seite stehe. Nicht selten würden in einem Projekt denn auch die eigenen Spezialisten mit am Tisch sitzen. (vri)

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