Deutsches Aussenministerium verabschiedet sich von Linux

15. Februar 2011, 13:53
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Was in Solothurn erst kürzlich zur Gewissheit geworden ist, nämlich die flächendeckende Einführung von Windows 7 und Microsoft Office und der weitgehende Abschied von Open-Source-Software, wird nun auch im Auswärtigen Amt in Deutschland Wirklichkeit. Statt weiter auf Linux als Betriebssystem zu setzen, kehrt das deutsche Ministerium wieder zu Windows zurück. Begründet wird der Schritt unter anderem mit hohen Kosten für die Treiberentwicklung, Problemen bei der Softwarekompatibilität mit anderen Ressorts und mangelnde Akzeptanz bei den Mitarbeitenden, die sich immer wieder beschwert hätten.
Die Antwort des deutschen Aussemninisteriums auf eine diesbezügliche SPD-Anfrage war ernüchternd, zumal sich 2002 die SPD in der gemeinsamen Regierung mit den Grünen für den flächendenkenden Einsatz freier Software ausgesprochen hatte. Aus den oben genannten Gründen, so die Antwort weiter, seien auch die Potenziale für Kosteneinsparungen nur in geringem Masse ausgeschöpft worden. Wie in Solothurn hatten auch die IT-Verantwortlichen des deutschen Aussenministeriums noch vor wenigen Jahren den Umstieg als Erfolgsgeschichte bejubelt und die Vorbildfunktion der Linux-Desktops für den Einsatz freier Software im Behördenalltag gefeiert.
Aber noch etwas erinnert an Solothurn: Ganz will auch das deutsche Ministerium nicht auf freie Software verzichten. So soll beispielsweise die Serverinfrastruktur mit Open-Source-Software weitgehend virtualisiert werden. (vri)

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