Deutschland sucht 43'000 IT-Fachleute

5. Dezember 2007, 16:05
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Anlässlich des zweiten nationalen IT-Gipfels, der am 10.

Anlässlich des zweiten nationalen IT-Gipfels, der am 10. Dezember in Hannover stattfindet, hat der deutsche ICT-Branchenverband Bitkom eine Studie zur Beschäftigungssituation von IT-Experten in Deutschland in Auftrag gegeben. Daraus geht hervor, dass es in der deutschen Wirtschaft derzeit 43'000 offene Stellen für IT-Fachleute gibt. Davon entfallen 18'000 Jobs auf die IT-Branche und 25'000 auf Wirtschaftszweige, in denen ICT zum Einsatz kommt.
Der Bitkom machte schon vor knapp zehn Monaten auf den IT-Fachkräftemangel im "grossen Kanton" aufmerksam. Dabei läuft in Deutschland eine politische Debatte darüber, wie dieses Problem zu lösen sei. Die Grosse Koalition in Berlin wird durch die Diskussion um die Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte entzweit. Die Union ist für "gesteuerte Zuwanderung". Die SPD setzt hingegen auf die Qualifizierung inländischer Arbeitnehmer.
"Die Jobperspektiven für IT-Fachkräfte sind so gut wie seit Jahren nicht mehr", sagte Bitkom-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer anlässlich der Präsentation der Studie heute in Berlin. 60 Prozent der IT-Unternehmen suchen zusätzliche Mitarbeitende, insbesondere hoch qualifizierte Software-Entwickler und IT-Manager. Laut Scheer kann das deutsche Bildungssystem den aktuellen Bedarf der Wirtschaft nach Fachkräften "in vielen Bereichen nicht mehr decken". Er forderte deshalb, dass die Reformen in der Bildungs- und Zuwanderungspolitik fortgesetzt werden. Das bestehende Zuwanderungsgesetz bezeichnete er als "zu restriktiv". In der Bitkom-Studie haben fast 40 Prozent der IT-Unternehmen angegeben, dass sie mehr ausländische IT-Spezialisten einstellen würden, wenn der Verwaltungsaufwand nicht so gross wäre. (mim)

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