Devolo gibt Business-Sparte auf

21. Juli 2017, 11:13
  • technologien
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Die Ambitionen und das Selbstvertrauen waren vor wenigen Monaten noch gross, als ein Devolo-Vertreter aus Deutschland uns spezifische Business-Produkte für Wifi, IoT, M2M erläuterte.

Die Ambitionen und das Selbstvertrauen waren vor wenigen Monaten noch gross, als ein Devolo-Vertreter aus Deutschland uns spezifische Business-Produkte für Wifi, IoT, M2M erläuterte. Man wolle den indirekten Vertriebsweg stärken und sich nicht in Preiskämpfe mit Online-Händlern verwickeln lassen. Es gebe zeitlich unbeschränkte Rabatte für Schweizer Partner, hierzulande viel Nachrüstungsbedarf beispielsweise in älteren Geschäftshäusern und im IoT-Markt.
Laut 'crn.de' stellt Devolo nun diesen Bereich Business-Solutions im Wesentlichen ein. Das Unternehmen bestätigt dies auf Anfrage von inside-channels.ch. Ein Grossteil der rund 25 Angestellten konnte intern versetzt werden, "von vier Mitarbeitenden mussten wir uns leider trennen" so Devolo.
"Es ging Devolo-Chef Heiko Harbers und seinem Vertriebsleiter Harald Hilgers wohl nicht schnell genug", so spekuliert 'crn.de'. Devolo selbst bestätigte die Kernaussagen: "Zwar haben wir hier gerade in den zurückliegenden Monaten viele Partner und Kunden von unseren Produktideen überzeugen können. Aber wir wollen unsere Energien bündeln und Mittel optimal einsetzen", so die Firma.
Für Channel-Partner, so Devolo in Deutschland, gewähre man beim Wifi- und IoT-Angebot "selbstverständlich im Rahmen der bestehenden Verpflichtungen Support und Service", der Kontakt zu Partnern sei eng.
Littlebit, einer der Schweizer Distis für herkömmliche Devolo-Produkte, entschied sich beim Business-Solutions-Launch, die Produkte noch nicht aufzunehmen, sondern zuzuwarten, bis komplette Lösungen verfügbar wären. Dies erklärte das Unternehmen auf Anfrage. Auch Ingram Micro vertreibt zwar Devolo-Produkte, nahm allerdings die Business-Produkte nicht auf und ist deshalb ebensowenig betroffen.
In der Schweiz habe sich das Segment mit den Business-Produkten erst im Aufbau befunden, da sich Devolo auf die Märkte Deutschland und Frankreich fokussiert habe. Man sei nun mit den betroffenen Partnern im Gespräch, um entsprechende Lösungen zu finden, so Devolo weiter. (mag/kjo)

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