Dezembergurken

14. Dezember 2007, 17:17
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Und hier noch unsere Freitagabend-Nachricht

Und hier noch unsere Freitagabend-Nachricht
Heute war wieder mal so ein Tag, an dem wir am liebsten vor Mittag schon nach Hause gegangen wären. Abends hätte es dann statt der Links zu unseren Geschichten des Tages in unserem beliebten Newsletter geheissen: "Heute war leider nix los". Manche Leser, so erfuhren wir neulich an einem Medienroundtable mit Nortel Networks, hätten nämlich lieber einen leeren Newsletter als einen mit belanglosen Sachen. Unklar blieb, ob Nortel auch bereit wäre, für Werbung in einem leeren Newsletter zu bezahlen.
So bleibt uns nichts anderes übrig, als wieder mal darüber zu schreiben, was wir nicht schreiben. Unterschlagen haben wir heute beispielsweise, dass der taiwanische Hersteller Asus nun Notebooks mit Bambus-Gehäuse bringen will. Wieso das Ding "Eco Book" heissen soll, ist uns völlig unklar. Sind zusammengeklebte Bambus-Streifen tatsächlich recyklierbar? Zu was? Statt den letzten Pandas den Bambus zu klauen, könnten sich die Notebook-Hersteller doch eher darum kümmern, was mit dem IT-Schrott passiert. Apropos "IT-Schrott": Ziemlich interpretationsbedürftig fanden wir die Titel-Schlagzeile der 'Computerworld' vom 30.11.2007. "IT-Schrott: Schweiz weltweit führend".
Auch wenn es an so einem "Saure-Gurken-Tag" wie heute, gar nicht so einfach ist, eine Story nicht zu bringen, haben wir Sie doch von einigen sensationellen Nachrichten verschont. Oder wollten Sie wirklich wissen, dass Liechtenstein "im Sinne eines klaren Bekenntnisses", die Kleinstaatenspiele (San Marino und so) wieder unterstützt? Mit den internationalen Geschichten ist das halt so eine Sache.
Unsere KollegInnen vom See deckten dafür heute auf: "Wilken entschlack mit Reseller-Hilfe seine Fibu" Grund: "Die zahlreichen Funktionen der Software verwirrten die Pensions-Buchhalter eines Kunden." Das nennen wir Service. Kunde verwirrt - Software entschlack.
Und wenn wir schon bei einer kleinen IT-Presseschau angekommen sind, dann wollen wir Ihnen diesen Titel des 'Netztickers' nicht vorenthalten: "Optimistisches Disaster Recovery in der Schweiz" Basel tickt eben doch anders.
Von Basel ist es dann nicht mehr weit in den grossen Kanton. Und der hätte unlängst fast die Bundeswehr über den Rhein geschickt. Deutschland in Aufruhr! Weil: "Schweizer Softwarehändler empört Deutschland" Gottseidank lesen nicht alle Deutschen 'IT Reseller', so dass uns der Anblick von Angela M., wie sie auf einem Leopard-Panzer tronend über die mittlere Brücke in Basel rasselt, erspart geblieben ist. Da hätte das Disaster Recovery sonst all seinen Optimismus gebraucht.
Wir sollten nicht so arrogant sein, sagen Sie? Richtig: "Dell wirft 360 Channel-Betreuer auf den Markt" ist von uns und trotzdem, na - sagen wir mal - umstritten. (Christoph Hugenschmidt)

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