Dicke Luft wegen Apple- und Samsung-Pay-"Boykott" (Update)

24. Mai 2017, 13:47
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Seit rund einem Jahr. Während Twint mit einer Reihe von Banken zusammenarbeitet und damit für die Kunden nutzbar ist, sind die Payment-Apps der internationalen Player nur begrenzt verfügbar.
Grund dafür ist mitunter, dass der Kreditkartenherausgeber, die Aduno Gruppe, nicht mit den Smartphone-Herstellern zusammenarbeitet. "Der Verwaltungsrat der Aduno Gruppe hat entschieden, dass die Tochter Viseca derzeit keine Zahlungen mit Apple Pay oder Samsung Pay anbietet", so eine Aduno-Sprecherin zur 'Handelszeitung'. Die Aduno Gruppe beliefert über die Tochter Viseca die Schweizer Banken mit Kreditkarten.
Die Twint-Aktionäre Raiffeisen, ZKB und BCV halten zusammen 45 Prozent der Aktien der Aduno-Gruppe. Sie würden die "Boykott-Strategie" fahren, um die eigene App Twint zu schützen, heisst es in der 'Handelszeitung' weiter. In der Branche sei bekannt, dass das Aduno-Management Apple Pay einführen wollte, doch die Aktionäre dagegen waren.
Bei Aduno herrsche deshalb gereizte Stimmung, so die Zeitung mit Berufung auf mehrere "hochrangige Quellen bei Regional- und Kantonalbanken". Immer mehr Banken seien wegen dem Apple- und Samsung-Boykott frustriert, so eine Quelle zur Zeitung. Man wolle den Kunden "die Wahlfreiheit lassen", sagt eine weitere.
Bei der Valiant-Bank verweise man die Kunden auf das Angebot von Swiss Bankers. Kunden können dort eine Prepaid-Kreditkarte beziehen, die kompatibel mit Apple mit den Prepaid-Kreditkarten von Swiss Bankers. Diese werden nicht von der Aduno Gruppe sondern von Swiss Bankers Prepaid Services herausgegeben. (kjo)
(Update 26.05.: Herausgeber der Swiss Banker Prepaid-Kreditkarten angepasst sowie die Urheber der "Boykott-Politik" präzisiert.)

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