Die 30 besten Offshoring-Länder

12. Dezember 2007, 15:10
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Wer die Wahl hat, hat die Qual: Indien? China? Oder doch lieber Mazedonien? Die Türkei? Russland? Mexiko? Laos?...

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Indien? China? Oder doch lieber Mazedonien? Die Türkei? Russland? Mexiko? Laos? Oder...
Das Marktforschungs- und Beratungsinstitut Gartner hat eine Liste der 30 Länder aufgestellt, die Unternehmen am ehesten für IT-Offshore-Services in Betracht ziehen sollten. Indien, so Gartner, sei zwar nach wie vor der unbestrittene Marktführer bei IT-Offshore-Services, aber China, Russland und Brasilien seien „glaubwürdige“ Alternativen.
Gartner nahm für seine Betrachtungen jeweils die Kriterien Sprache, Unterstützung durch die Behörden, Arbeitsmarkt, Infrastruktur, Ausbildungssystem, Kosten, das politische und wirtschaftliche Umfeld, die Rechtssicherheit und die Verhältnisse in Bezug auf den Schutz von Geistigem Eigentum und Daten unter die Lupe.
Zu den 30 Ländern, die Gartner auflistet, gehören aus Europa Tschechien, Ungarn, Irland, Israel, Nordirland, Polen, Rumänien, Russland, die Slowakei, Spanien und die Ukraine, sowie aus der weiteren Region Israel, die Türkei und Südafrika. Aus dem asiatisch-pazifischen Raum schafften es Australien, China, Indien, Malaysia, Neuseeland, Pakistan, die Philippinen, Singapur, Sri Lanka und Vietnam, sowie vom amerikanischen Kontinent Argentinien, Brasilien, Kanada, Chile, Costa Rica, Mexiko und Uruguay in Top-30. Weitere 35 Länder, so Gartner, habe man untersucht aber nicht in die Liste der geeignetsten Länder aufgenommen.
Über die Gründe der einzelnen Einstufungen erklärt Gartner in den uns zugänglichen Unterlagen wenig. In Asien wird China vor allem aufgrund seiner Grösse als der wichtigste Herausforderer von Indien eingestuft, Gartner macht aber Einschränkungen wegen der oft mangelnden Kenntnisse von Fremdsprachen. Sowohl in China als auch in Indien und Singapur sei aber die Unterstützung durch die Regierungen sehr gut.
Wenn EMEA dann Russland?
Genau dies bemängelt Gartner in vielen Ländern in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Ausserdem gebe es Einschränkungen in Bezug auf die Grösse und Qualität der Arbeitsmärkte, wobei Russland in dieser Beziehung am besten abschnitt. Die EU-Mitglieder und Israel hätten dafür die besten Infrastruktur- und Bildungswerte, wobei auch hier Russland ebenfalls gut abschneide. Die Kostenlage in der Region sollte man dauernd neu überprüfen, da die Löhne teilweise schnell steigen. Momentan seien die Kosten in der Slowakei, in Rumänien, in der Ukraine und in Russland am tiefsten. (hjm)

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