Die Arbeit von Hackern wurde gerade sechsmal einfacher

2. Juni 2016, 14:09
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Die Lecks von LinkedIn und Myspace haben weitreichende Auswirkungen.

Die Lecks von LinkedIn und Myspace haben weitreichende Auswirkungen.
98 Prozent der kürzlich im Internet veröffentlichten LinkedIn-Passwörter von 2012, ist zwar nicht gerade billig, aber mit 18'500 Dollar für Hacker auch nicht unerschwinglich. Andere dürften ähnlichen Erfolg gehabt haben, schlussfolgert er.
Das ist aber noch nicht alles: 362 Millionen weitere Passwörter sind vor einigen Tagen im Netz aufgetaucht. Ihr Ursprung ist noch nicht sicher bestätigt, doch wird Myspace vermutet. Dass die meisten Leser von inside-it.ch wohl kein Konto dort haben dürfte, nützt ihnen dabei nur bedingt. Denn die Datenlecks bedeuten nicht nur Ungemach für die User, deren Passwörter gehackt wurden, sondern auch für alle anderen.
Denn die Datenmengen sind so gewaltig, dass sie die Arbeit von Hackern bei allen weiteren Angriffen enorm erleichtern werden. Zusammen enthalten allein diese beiden Pakete mehr als eine halbe Milliarde Passwörter bei aktuell 3,4 Milliarden Internet-Nutzern. Sechs mal schneller soll das Knacken eines Passworts nun gehen, rechnet sich Gosney aus. Die Gefahr eines Identitätsdiebstahls ist damit also gerade stark angestiegen, wenn Gosney recht behält.
Um sich abzusichern, empfiehlt er den Einsatz eines Passwort-Managers, der für jeden Online-Account ein zufälliges Passwort generiert. Im Schnitt hat ein Nutzer wenigstens 26 Online-Konten, schreibt er. Weitere Sicherheit bietet die Mehrfaktoren-Authentifizierung. Auf keinen Fall sollen Passwörter für mehrere Konten genutzt werden. (mik)

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