Die Branche feiert sich selber

5. November 2014, 19:29
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Der neunte Swiss ICT Award 2014 ist vergeben. Highlights waren Award-Gewinner und Roboter.

Der neunte Swiss ICT Award 2014 ist vergeben. Highlights waren Award-Gewinner und Roboter.
Der "O." aähhh "A." also Award der IT-Branche wurde heute Abend in Luzern vergeben – der Swiss ICT Award. Bereits zum neunten Mal ging der Anlass über die Bühne. Der Saal im schicken Luzerner KKL war mit rund 700 Personen aus der Informatik-Branche gefüllt. Vergeben wurden vier Auszeichnungen aus Glas: Der Special Award, Public Award, Newcomer Award und der Swiss ICT Award.
EPFL-Professor Martin Odersky wurde mit dem verdienten Special Award geehrt. Er ist der Gründungsvater der Entwicklungssprache Scala, die unter anderem von Twitter genutzt wird. "Die Welt braucht keine hundert neue Sprachen pro Jahr – es gibt aber hundert neue Sprachen pro Jahr. Um so mehr ehrt mich diese Auszeichnung", sagt der Professor.
Den Public Award konnte das Bundesamt für Landestopografie Swisstopo mit map.geo.admin.ch, den Swisstopo entgegen nehmen darf.
Als Newcomer des Jahres wurde iRewind geehrt. Das Startup macht Erinnerungsvideos an Sportanlässen. Man könne beispielsweise eine Skipiste herunter fräsen und unten gleich ein Video auf die Applikation laden, das man dann natürlich auf Facebook teilen kann. Das Jungunternehmen kommt aus der EPFL und zählt 25 Mitarbeitende. Der Award wurde von den Vorjahresgewinnern, Starmind, vergeben. Es gäbe sie noch, konnte der Gründer versichern. Die Kundenanzahl konnte Starmind seit letztem Jahr verdoppeln.
Den Swiss ICT Award 2014 konnte das Basler Unternehmen iArt mit dem Projekt MegaFaces gewinnen. MegaFaces ist, wie der Name schon sagt, grosse Gesichter – aber in 3D. Die kinetische Fassade wurde für die Olympischen Spielen in Sotschi entwickelt – und hatte auch schon grossen Erfolg. Denn das Unternehmen konnte bereits renommierte Preise einheimsen: Reddot Award, Innovation Grand Prix bei den Cannes Lions und den Goldenen Award of Montreux. "Wir wurden schon einige Male gefragt, ob wir die Fassade für einen anderen Anlass ausleihen könnten – sie ist aber 250 Tonnen schwer. Da müssen wir uns noch was überlegen", sagt iArt-CEO Valentin Spiess schmunzelnd.
Der rote Faden des Abends war, neben den Auszeichnungen, Roboter. Als erstes zeigte Swiss-ICT-Präsident Thomas Flatt eine Roboterhand – für Handamputierte. Dann schlich sich ein Robotersalamander auf die Bühne – der Pleurobot. Und am Schluss flog ein Fotokite über die Köpfe der Anwesenden – eine fliegende Drohne, die live Luftfotografie aufnimmt. (lvb)
Foto: Linda von Burg. Luftaufnahme mit dem Fotokite der Anwesenden.
(Interessenbindung: Wir sind Medienpartner des Swiss ICT Awards.)

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