Die Channel-Woche 1

8. Januar 2021, 16:32
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Der Stellenwechsel von Sonja Meindl, Übernahmepläne bei Atos und ein Umbau bei IBM sorgten für Diskussionsstoff im Schweizer Channel.

Sonja Meindl verlässt Check Point

Nach 9 Jahren als Country-Manager CH + A verlässt Sonja Meindl das Security-Unternehmen Check Point. Sie habe offiziell am 31. März den letzten Arbeitstag, so die langjährige Country-Managerin, werde aber vorher die Übergabe an einen interimistischen Chef machen. Bei diesem handelt es sich um Lothar Geuenich, neuer Regional Director Central Europe/DACH. Wir spekulieren, dass Meindl nun eine Führungsrolle im Security-Bereich antreten wird, war sie doch schon vor der Check-Point-Leitung bei McAfee als Regional Director Switzerland. Meindl selbst wollte auf Anfrage von inside-channels.ch keine Stellung nehmen zum Stellenwechsel, ihrem künftigen Arbeitgeber und ihren Plänen.

Atos möchte DXC übernehmen

Übernahmen, Abspaltungen, Aufspaltungen, Merger, langjährige Mitarbeitende von DXC Technology kennen das alles schon zur Genüge. Jetzt könnte die nächste Übernahme anstehen: Der französische IT-Konzern Atos hat den Verwaltungsrat von DXC kontaktiert und möchte den Software- und Consulting-Konzern aufkaufen. Auch DXC Technology hat bestätigt, dass Atos unaufgefordert ein Angebot gemacht habe. Man sei nun daran, das Angebot, das am gestrigen 6. Januar eingegangen sei, zu evaluieren. Laut Insiderquellen bewertet Atos DXC aktuell inklusive Schulden mit rund 10 Milliarden Dollar. Die Verhandlungen befinden sich aber noch in einem frühen Stadium, ob ein Deal zustande kommt, steht noch in den Sternen.

Schweizer Polizei warnt vor neuer Emotet-Kampagne

Die Schweiz ist Ziel einer breit angelegten Malware-Kampagne. Die Polizei warnt vor Mails, die anscheinend von offiziellen Organisationen wie Banken oder der Polizei stammen und ein Passwort für eine Zip-Datei enthalten. Ein gezipptes Office-Dokument enthält ausführbare Makros und beim Öffnen wird der PC mit dem Trojaner Emotet infiziert. Es sind bereits mehrere Sicherheitsorganisationen von der Malware-Attacke betroffen, so beispielsweise die Kantonspolizei Bern, wie die Konferenz der Kantonalen Polizeikommandanten (KKPKS) mitteilte. Das Comeback von Emotet überrascht nicht, letzten Oktober hatten das US-Ministerium für Innere Sicherheit und die CISA ausdrücklich davor gewarnt.

IBM baut Sales-Bereich komplett um

IBM plant eine Reorganisation des Sales-Bereichs. Das Unternehmen teile alle seine Kunden künftig nicht mehr in 50, sondern nur noch in zwei Gruppen ein. Die erste beinhalte grosse, globale Kunden, die ein integriertes Set von IBM-Produkten und -Services suchten. Diese Gruppe werde etwa 500 Kunden zählen. IBM sagte, dass es diesen Unternehmen, von denen viele hybride Cloud-Umgebungen betreiben wollen, dedizierte IT- und Business-Experten zur Verfügung stellen werde. Das zweite Segment umfasse Kunden, die bestimmte Produkte oder Dienstleistungen bei IBM suchen. Diese Unternehmen würden künftig von Mitarbeitern betreut, die auf die entsprechende Technologie oder den Service spezialisiert seien.

Whatsapp stellt Usern ein Ultimatum

Whatsapp, der zu Facebook gehörende Messenger, der behauptet, den Datenschutz in seiner DNA verschlüsselt zu haben, stellt seinen über 2 Milliarden Nutzern ein Ultimatum: Entweder sie würden zustimmen, persönliche Daten mit Facebook zu teilen, oder sie löschen ihr Konto. Die Aufforderung soll über eine In-App-Warnung erfolgen, in der die Nutzer aufgefordert werden, weitreichenden Änderungen in den Whatsapp-Nutzungsbedingungen zuzustimmen. Unter den neuen Bedingungen behalte sich Facebook das Recht vor, gesammelte Daten mit seiner Unternehmensfamilie zu teilen, zu der auch Instagram gehört. Whatsapp beschwichtigte zwar nach User-Reaktionen, in Europa müsse man nicht zum Datenaustausch einwilligen. Doch die Diskussionen über die neuen Regelungen, die am 8. Februar in Kraft treten, halten an.

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