Die Channel-Woche 11

13. März 2020, 15:00
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Eine Massenentlassung, ein neuer Informatik-Leiter und ein Loch im Exchange-Server sorgten diese Woche für Diskussionsstoff im Schweizer Channel.

Reorganisation von IBM hat Stellenabbau zur Folge

Bei den Global Technology Services und im Beratungsbusiness von IBM Schweiz steht offenbar ein grösserer Aderlass an. Laut Medienberichten ist das kantonale Arbeitsamt informiert worden, was auf eine Massenentlassung, also den Wegfall von mindestens 30 Stellen, hindeutet. Weder IBM noch das zuständige Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) wollten eine Anfrage bestätigen. Seitens Gewerkschaft unterstrich man, dass die Restrukturierungen gross sein müssen.

OBT holt Philipp Metzler

OBT hat Philipp Metzler als neuen Leiter Informatik Abacus St. Gallen eingestellt. Er soll den Informatik-Bereich am Hauptsitz ausbauen und den Abacus-Markt für KMU in der Ostschweiz bearbeiten. Metzler war von Ende 1999 bis Ende 2006 als Teamleiter Electronic Banking beim Business-Software-Hersteller Abacus Research selbst tätig. Danach arbeitete er rund fünf Jahre lang als Senior Projektleiter und Partner beim Abacus-Dienstleister Axept Business Software. 2012 verliess er die IT-Branche und wechselte als stellvertretender ICT-Leiter bei der Rohr AG zur Kundenseite. 2015 zog es ihn aber wieder zurück zu Axept. 

Wie das Coronavirus den Alltag von IT-Firmen beeinflusst

Events werden verschoben, Home Office gefördert und physische Meetings vermieden. Wir haben uns bei Schweizer IT-Firmen nach ihren Massnahmen erkundigt. Insgesamt zeigt die Befragung von rund einem Dutzend IT-Firmen in der Schweiz, dass die Arbeit im Home Office relativ unkompliziert möglich ist. Ausserdem verfügen die Unternehmen über Business-Continuity-Pläne, Task Forces und Krisenteams, um sich auf mögliche Szenarien vorbereiten zu können.

NSA warnt vor Loch im Exchange-Server

Das Cybersecurity-Team des US-Geheimdienstes NSA warnt in einem Tweet vor einer Sicherheitslücke in Microsofts Exchange Server. Die Lücke kann es Angreifern erlauben, die volle Kontrolle über einen Exchange-Server zu übernehmen, wenn sie ein Mail-Login eines Users besitzen. So könnten sie alle Mails lesen oder auch im Namen des Unternehmens gefälschte Mails verschicken. Laut Microsoft gibt es keine Workarounds oder andere hilfreiche Gegenmassnahmen ausser die Software zu patchen. Ein Patch steht seit dem Februar-Patch-Tuesday zur Verfügung. Das Security-Unternehmen Volexity meldet, dass es Ende Februar erste Angriffsversuche beobachtet habe. Einige seien erfolgreich gewesen. 

Linkyard gründet Holding

Der Berner IT-Dienstleister und -Berater Linkyard trennt die Geschäftsfelder: "Per 28.2. wurde die bestehende Linkyard AG als Tochter in die Linkyard Group AG integriert und die neue Gruppengesellschaft Linkyard Consulting AG gegründet", heisst es in einer Mitteilung. Linkyard habe im vergangen Jahr ein Umsatzwachstum von über 50% erreicht und wolle 2020 neue Stellen schaffen. Der künftig juristisch getrennte Consultingbereich werde von Marcel Hostettler in der Rolle als CEO mit seinen Mitarbeitenden weiterentwickelt. Hostettler wird gleichzeitig Partner.

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