Die Channel-Woche 14

3. April 2020, 15:30
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Ein Deal der Säntis-Banken, Kurzarbeit bei IT-Firmen aber auch Good News für die Branche sorgten diese Woche für Diskussionsstoff im Schweizer Channel.

Viele Schweizer Software-Unternehmen denken an Kurzarbeit

Über eine halbe Million Anträge auf Kurzarbeitsentschädigung lagen Ende letzter Woche vor. Das entspricht laut Seco rund 11 Prozent der Schweizer Erwerbstätigen. Betroffen von der aktuellen Lage sind viele Branchen, so auch hiesigen Schweizer Softwarefirmen. Etwas über ein Viertel der Teilnehmer einer Umfrage von inside-channels.ch gab an, bereits Kurzarbeit beantragt zu haben. Weitere 47 Prozent sagten, darüber nachzudenken.

Die Säntis-Banken wechseln zu Inventx

Die "Säntis-Banken", die Kantonalbanken von Appenzell, Glarus, Nidwalden, Obwalden und Uri, wechseln auf die Open-Finance-Plattform der Inventx. Der IT-Dienstleister wird ab 2021 nicht nur für den IT-Betrieb der Finnova-Kernbanken-Lösung verantwortlich sein, sondern auch für das Application Management und die Umsysteme. "Selbstverständlich tut uns das weh, dass eine so langjährige Partnerschaft auseinandergeht. Wir setzen alles daran, den Weggang der Banken aus dem Finnova eigenen Application Management zu kompensieren", sagt uns Finnova. Wir haben auch bei Inventx und Econis nachgefragt.

Microsoft führt Beschränkungen für gewisse Azure-Dienste ein

Die Redmonder verzeichnen eine rasante Zunahme bei den Usern gewisser Dienste. Die Azure-Nutzung ist um 775 Prozent gestiegen. Trotz des starken Nutzungsanstiegs ist es laut Microsoft zu keinen nennenswerten Unterbrechungen von Azure gekommen. Dennoch führt das Unternehmen vorübergehend einige Einschränkungen ein. Etwa hat Microsoft die Nutzung von gratis Einstiegs- und Testangeboten begrenzt, um Kapazitäten für bestehende Kunden verfügbar zu machen. Mitte März wurden bereits einzelne Teams-Features gedrosselt, und auch die Nutzung von Sharepoint, Onenote und Stream ist begrenzt worden.

Ergon: Das letzte Jahr war gut. Aber was ist jetzt?

Ergon Informatik hat einige seiner Geschäftszahlen für das Jahr 2019 bekannt gegeben. Es lief gut für den Softwareentwickler, kann man zusammenfassen. Wir haben nachgefragt, wie sich die aktuelle Situation auf das Unternehmen auswirkt. "Gewisse Kunden sind von der aktuellen Lage stark betroffen, dies spüren wir natürlich in manchen Projekten", sagt uns CEO Gabriela Keller. "Die meisten sind aber langfristige Vorhaben, die wie geplant weitergeführt werden." Auch einen Weg, die "Einsamkeit der Heimarbeiter" zumindest etwas aufzubrechen, hat man bei Ergon gefunden: "Letzten Freitag haben wir unser erstes gemeinsames digitales Freitagsbier gefeiert”, so Keller.

Prantl behauptet: Nach Corona geht für die IT die Post ab

Nach ausgestandenem Corona-Lockdown wird für hiesige IT-Unternehmen extrem schnell die Post abgehen, davon ist Kolumnist Urs Prantl überzeugt. Auch wenn Anbieter die Krise zunächst selbst überstehen müssen. Auch bei ihnen bricht momentan die Nachfrage ein, Projekte werden verschoben oder ganz abgesagt. "Einigermassen robust sind diejenigen IT-Firmen, die vorgesorgt haben", schreibt er. Und jene Firmen, die ihre Hausaufgaben gemacht haben, werden gewinnen und nach der Krise schnell agieren können.

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