Die Channel-Woche 2

14. Januar 2022, 16:07
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Eine Elca-Neugründung, die Sage-Produkte, der neue Chef von Oracle Schweiz und der Anschluss von Metanet an Dogado sorgten für Diskussionsstoff im Channel.

Elca gründet eine Security-Tochter

Zusammen mit der US-Firma Bluevoyant baut Elca das Security-Angebot aus. Das neue Joint Venture Senthorus betreibt ein SOC in Genf. Ziel sei es, Kunden bei der Implementierung einer umfassenden Cyberverteidigung zu unterstützen. Dabei würden alle Daten lokal verarbeitet und gespeichert. Das Unternehmen stehe unter Schweizer Management, Regulierung und Rechtsprechung. Bluevoyant wurde 2017 von Cyber-Fachleuten, ehemaligen Militär- und Regierungsmitgliedern gegründet. Die Schweiz sei ein Schlüsselland für die globale Expansion von Bluevoyant, so CEO Jim Rosenthal. Aktuell suche Elca Spezialisten für Senthorus und stelle eigenes Personal für das Joint Venture bereit. Daneben seien Mitarbeitende von Bluevoyant in der Schweiz bei Senthorus mit an Bord.

Nach Übernahme: Infoniqa integriert Sage-Produkte vollständig

Sage Start, Sage 50 und Sage 200 werden schrittweise in Infoniqa-Produkte integriert. Der Name "Sage" verschwindet per Ende April aus dem Portfolio. Sage Start wird zu Infoniqa One Start, Sage 50 Extra zu Infoniqa One 50 und Sage 200 Extra zu Infoniqa One 200, so Infoniqa. Darüber hinaus sollen für die neuen Versionen der ehemaligen Sage-Produkte eine Reihe neuer Funktionen und Basisarbeiten realisiert werden. Konkret soll Infoniqa One 200 einfacheres Spesen-Handling und eine Anbindung an Infoniqa One HCM ermöglichen. Bei Infoniqa One 50 sollen neue Webservices für das Rechnungswesen lanciert werden.

IBM-Mann Billy Kneubühl wird Chef von Oracle Schweiz

Billy Kneubühl ist als "Country und Technology Cloud Alps Leader" zu Oracle Schweiz gestossen. Er wechselt nach über 20 Jahren von IBM Schweiz zu Oracle Schweiz. Bei IBM hatte er zuletzt knapp 2 Jahre als Mitglied der Geschäftsleitung das Software-Geschäft verantwortet. Kneubühl ersetzt bei der hiesigen Oracle-Dependance Hanspeter Kipfer. Der hat nach fast 15 Jahren, davon gut 7 Jahre als Country-Manager, Oracle im Oktober 2021 verlassen. Neu hat er zusammen mit seiner Frau die Beratungs- und Investmentfirma Becondis aus Baar übernommen. Für den neue Oracle-Schweiz-Chef Kneubühl ist der nun vollzogene Wechsel der "perfekte Moment". Der Konzern sei inzwischen seit 36 Jahren in der Schweiz vertreten, die Cloud sei Mainstream geworden und würde von grossen Unternehmen bevorzugt.

Signal-Chef tritt ab, Whatsapp-Mitgründer übernimmt

Im nächsten Monat werde er als CEO von Signal zurücktreten, schreibt Moxie Marlinspike in einem Blogbeitrag. Marlinspike ist Gründer des Messenger-Dienstes und einer der beiden Entwickler des "Signal Protocol", das bei verschiedenen Messengern, auch bei Whatsapp und Skype, zur Verschlüsselung verwendet wird. Interimistisch übernimmt Brian Acton als CEO. Acton gehörte zu den Mitgründern von Whatsapp und verliess das Unternehmen 2017. Anfang 2018 gründete er zusammen mit Marlinspike die gemeinnützige Signal Foundation, welche die Signal-Entwicklung beaufsichtigt. Marlinspike bleibe im Signal-Vorstand und suche nun jemandem "mit frischer Energie". "Mit dieser Ankündigung eröffne ich die Suche, um die beste Person für das nächste Jahrzehnt von Signal zu finden."

Schweizer Hoster Metanet schliesst sich internationaler Unternehmensgruppe an

Der Schweizer Hoster Metanet schliesst sich der internationalen Unternehmensgruppe Dogado an. Nun soll das Portfolio ausgebaut und der Marktanteil in der Schweiz vergrössert werden. Metanet ist auf Webhosting, Webserver und Domains für KMU, Privatpersonen und Webdienstleister spezialisiert. "Mit unseren beiden Geschäftsbereichen Cloud & Domains sowie Digital Marketing Services sind wir in der Lage, nicht nur Websites zu hosten, sondern diese auch online erfolgreich zu machen", wirbt Daniel Hagemeier, Miteigentümer und CEO von Dogado, für das Potenzial des Zusammenschlusses. Der Standort Zürich und das hiesige Rechenzentrum sollen vergrössert werden. Metanet-Mitgründer Mirco Schnarwiler bleibt im Unternehmen. Die Geschäftsleitung geht jedoch an seine Frau Tilia, die bislang für die Kundenbetreuung zuständig war.

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