Die Channel-Woche:

7. Juni 2019, 14:30
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Kein neues Simap, erster Kunde für Swisscoms PBaaS, halb so viele RZs für Abraxas, viel S4/Hana für den Bund und eine neue Runde SSIS.

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 23 für Diskussionsstoff im Schweizer Channel.
Projekt-Abbruch: Das neue Simap kann nicht beschafft werden
"Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) und der Verein simap.ch haben entschieden, das Projekt simap2019 zu beenden", so eine Mitteilung des Vereins an die Mitglieder, die uns vorliegt. Konkret heisst das, "simap2019" wird nicht von der beauftragten griechischen Firma European Dynamics (ED) geliefert und schon gar nicht 2019. Initial wurde vom Seco der Zuschlag für 1,64 Millionen Franken erteilt. Dafür sollte ED eine Schweizer Version ihrer Beschaffungs-Software ePPS liefern. Vom Geld sind bei Projektabbruch fast 600'000 Franken weg. Wir haben Stellungsnahmen von allen Involvierten eingeholt.
Swisscom und Finnova gewinnen ersten Kunden für neue Plattform
Die Habib Bank gibt zukünftig die gesamte IT-Plattform mit dem Kernbankensystem Finnova inklusive Umsystemen in die Hände von Swisscom. Dies im Rahmen von "Full managed Private Banking as a Service" von Swisscom. Desweiteren sourct Habib Bank Zürich die standardisierten Backoffice-Prozesse vollständig an Swisscom aus. Dazu zählt der Zahlungsverkehr und die Wertschriftenabwicklung inklusive Valorenbewirtschaftung und Complianceunterstützung.
Abraxas halbiert die Zahl von Rechenzentren
Abraxas wird ihre aktuell vier Rechencenter auf zwei Standorte reduzieren. Nach der Fusion mit VRSG wolle man mit der Standortreduktion Synergien nutzen und gleichzeitig die Qualität steigern, heisst es seitens der Firma. Der Standort Glattbrugg bleibt bestehen, aber die aktuellen Standorte Zürich (Abraxas) und St. Gallen (VRSG) werden aufgehoben. Neu bezieht Abraxas RZ-Kapazitäten bei Green in Lupfig.
Wer S/4Hana beim Bund einführt
In der Bundesverwaltung läuft bekanntlich ein grosses SAP-Projekt: Die Strategie "ERP-IKT 2023" sieht vor, dass die SAP-Systeme bis 2023 vollständig erneuert sind. Der Auftrag dafür wurde in fünf Losen ausgeschrieben und pro Los beträgt das maximale Auftragsvolumen 40 Millionen Franken. Die Leistungserbringer wurden nun definiert. Laut ISB werden die Gesamtkosten von SUPERB23 für die Jahre 2019 bis 2027 auf 450 Millionen Franken geschätzt und die von ERP Systeme V/ar auf 380 Millionen Franken.
Wie steigern Software-Firmen ihre Produktivität?
Der diesjährige Schweizer Software Industry Survey (SSIS) will insbesondere die Frage klären, wie Softwarefirmen ihre Produktivität steigern, um in einem zunehmend kompetitiven Umfeld zu bestehen. Wie jedes Jahr wird es aber auch in der fünften Ausgabe des SSIS unter anderem um das Wachstum und die Profitabilität von Schweizer Softwarefirmen sowie deren Standing auf internationalen Märkten gehen. Man kann sich auf der Website der Uni Bern ab sofort für die Studie registrieren und die Fragen ausfüllen. Das Prozedere dauert maximal 15 Minuten, die Angaben werden laut Studienmacher streng vertraulich behandelt.

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