Die Channel-Woche:

14. Juni 2019, 16:00
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Inventx gewinnt KPT, Bison verkauft Europa3000, Google verlässt China, Ingram Micro verliert den Chef, T-Systems behält (vorerst) Mainframe-Sparte.

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 24 für Diskussionsstoff im Schweizer Channel.
Inventx steigt mit KPT in den Syrius-Markt ein
2018 kündigte KPT an, von CA Technologies auf Syrius von Adcubum wechseln zu wollen. Nun ist klar, wer Syrius betreiben soll und es ist eine Überraschung: Inventx wird den Aufbau, das Application Management und den Betrieb von Syrius und dessen Umsystemen übernehmen. "Das Projekt beinhaltet Transition Services, Migrationsservices, die Infrastruktur und das Datenbank- und App-Management", präzisiert Inventx-Chef Gregor Stücheli auf Nachfrage. Ostern 2021, so der Plan, will man produktiv gehen, vermutlich in einer Hybrid-Variante.
Warum Bison Europa3000 verkauft
2004 hatte Bison Europa3000 übernommen. Noch 2015 vermeldete die ERP-Software-Firma optimistisch: "Unsere Zusammenarbeit mit Bison wird verstärkt." Damals zählte das Unternehmen nach eigenen Angaben 5000 Kunden. Heute ist von 3000 die Rede, Europa3000 soll abgestossen werden. "Wir fokussieren uns auf mittlere und grössere Unternehmen mit Handelsschwerpunkt. Dies schliesst zum Beispiel reine Produktionsunternehmungen im ERP Umfeld aus. Bei Europa3000 handelte es sich vorwiegend um Unternehmen mit zwei bis 15 Usern im Schnitt. Dies entspricht nicht mehr unserem Fokus", erklärt man seitens Bison.
Hardware: Google und Apple verlassen China
Um im Handelsstreit zwischen den USA und China zu erwartende Strafzölle von 25 Prozent auf Importe an der US-Grenze abzuwenden, verlege Google die Produktion von Motherboards nach Taiwan. Auch die Herstellung von Nest-Thermostaten soll von China nach Taiwan und Malaysia verlagert werden. Auch für Apples iPhones wird offenbar nach neuen Produktionsorten gesucht. Der taiwanesische Tech-Gigant Foxconn, der für Apple die Geräte in China herstellt, bietet alternative Standorte an. Mit Wistron überlege sich ein weiterer grosser Tech-Hersteller aus Taiwan, die Produktion von Servern unter anderem für Facebook und Microsoft ausserhalb von China hochzufahren.
Warum Ingram-Micro-Chef Benno Schlumpf geht
Ingram Micro sucht per Stelleninserat einen neuen Managing Director (MD). Was ist los? Auf Anfrage von inside-channels.ch sagt der aktuelle MD Benno Schlumpf, er sei 64-jährig und werde 2020 pensioniert. Um die Kandidatensituation und allfällige Kündigungsfristen zu berücksichtigen, arbeite er sicher bis Ende des ersten Quartals 2020 weiter. Es wird sehr spannend sein, wer ihn als MD ablöst, denn Dutzende von valablen Kandidaten für diese Funktion mit der notwendigen (und geforderten) Erfahrung in IT- und/oder Distributionsbranche dürfte es unserer Meinung nach nicht geben.
IBM verzichtet auf Kauf der Mainframe-Sparte von T-Systems
T-Systems kann seine Mainframe-Sparte nicht an IBM verkaufen. Nach Bedenken des Bundeskartellamtes trat IBM von der Anmeldung des Erwerbs zurück. "IBM hat hier im Europäischen Wirtschaftsraum nach unserer vorläufigen Einschätzung eine marktbeherrschende Stellung inne, die durch die Übernahme von Personal und wesentlicher Infrastruktur des Wettbewerbers T-Systems weiter verstärkt worden wäre", begründet das Kartellamt seine Einwände.
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