Die Channel-Woche:

23. August 2019, 15:30
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S/4HANA sorgt für rote Zahlen, in Basel-Stadt werden IT-Arbeitsplätze ausgelagert und AWS will das Wort "Multicloud" von Partnern nicht hören.

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 34 für Diskussionsstoff im Schweizer Channel.
Basel-Stadt will alle rund 8000 IT-Arbeitsplätze auslagern
Der Kanton Basel-Stadt will sein bestehendes IT-Arbeitsplatz-Konzept weiterentwickeln. Das bedeutet die Auslagerung der IKT-Basisservices "WorkplaceBS sowie weitere IT-Arbeitsplatz-Lösungen der einzelnen Departemente". Der Outsourcer habe insbesondere die Bereitstellung der Clients inklusive der virtuellen Desktop-Infrastruktur, die Clientmanagement-Infrastruktur sowie die Softwarepaketierung und Softwareverteilung für zirka 8000 IT-Arbeitsplätze zu übernehmen, heisst es auf Simap. Thomas Berger, Leiter Zentrale Informatikdienste, erklärt auf Anfrage, die Grundlage des gewählten Sourcingmodells bilde "die vom Regierungsrat beschlossene IT-Sourcing-Strategie für Basel-Stadt".
AWS verbietet den Gebrauch des Wortes "Multi-Cloud"
"AWS erlaubt oder genehmigt keine Verwendung der Begriffe 'Multi-Cloud', 'Cross-Cloud', 'jede Cloud' und keine andere Formulierung, die das Design oder die Unterstützung von mehr als einem Cloud-Anbieter" nötig macht, heisst es im neuen "AWS Co-Branding Guide". An die Mitglieder des AWS-Partnernetzwerks (APN) gerichtet wird klargestellt, dass in diesem Sinne AWS auch keine Verweise auf mehrere Cloud-Anbieter genehmigen werde. Ausserdem wird den Partnern ans Herz gelegt, in Bezug auf Cloud-Sicherheit und -Performance, keine Aussagen zu verwenden, die andeuten könnten, dass AWS nicht sicher, nicht skalierbar oder nicht performant sei.
Tech-Giganten und Swisscom packen "Confidential Computing" an
Einige der grössten Namen im Cloud- und Hardware-Ökosystem, darunter Google Cloud, IBM, Intel, Microsoft, Red Hat, gründen eine neue Branchen-Vereinigung, die sich auf die Förderung eines zusätzlichen Datenschutz-Layers konzentriert. Auch Swisscom ist Mitglied dieses "Confidential Computing Consortiums" (CCC). Ziel der Gruppe ist es, Strategien und Tools zu entwickeln, um die Einführung von "Confidential Computing" zu beschleunigen. Der Begriff Confidential Computing umschreibt den Ansatz, Daten nicht nur im Ruhezustand (Storage) und bei der Übertragung (Transfer) zu verschlüsseln, sondern auch bei der Verarbeitung selbst.
Rote Zahlen: S/4HANA-Einführung belastet V-Zug stark
Die Industriegruppe Metall Zug ist im ersten Halbjahr 2019 in die roten Zahlen gerutscht. Probleme mit einer S/4HANA-Migration und eine Bodensanierung belasteten die Rechnung. "Die Einführung von SAP per Juli 2018 und die Einbindung von mehr als 30 Umsystemen war anspruchsvoller als vorausgesehen. Dies führte in den letzten Monaten zu erheblichen Mehraufwendungen", schreibt das Unternehmen. Zudem seien Lieferprobleme aufgetreten. "In der Zwischenzeit sind viele Probleme behoben", heisst es weiter.
Netapp verzeichnet 15 Prozent Umsatzrückgang
Netapp verzeichnete im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres einen Umsatzrückgang von 15 Prozent. "Wir sind von den Ergebnissen unseres ersten Quartals klar enttäuscht", sagte CEO George Kurian zu Analysten. Man habe sich zu stark auf Grosskunden fokussiert: "In den letzten Jahren haben wir uns darauf konzentriert, bei unseren globalen Top-Kunden zu wachsen". Man wolle sich auch bei breiteren Kundensegmenten besser abstützen. Denn wegen der Abhängigkeit von einigen sehr grossen Accounts sei man möglicherweise anfälliger, wenn sich die Ausgaben in diesem Segment verlangsamen.
Jetzt beim "Swiss Developer Survey" mitmachen:
Zusammen mit der Schweizer Entwickler-Community will Swiss Made Software in Sachen Technologie herausfinden "What's hot and what's not" und lanciert den Swiss Developer Survey 2019. Welche Technologien sind im Kommen, welche sollten lieber nicht mehr verwendet werden? Was können Unternehmen tun, um intern eine produktive Diskussion zu fördern und für Softwareentwickler attraktiv zu sein? Die Umfrage ist auf Englisch, wird online durchgeführt und dauert rund 20 Minuten.

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