Die Channel-Woche:

6. September 2019, 15:30
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Nachfolgeregelung bei First Frame Networkers, viel Public Cloud für die SBB und Trubel in der Chefetage von Xerox Schweiz.

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 36 für Diskussionsstoff im Schweizer Channel.
First Frame Networkers regelt die Nachfolge
Beim Baarer IT-Unternehmen First Frame Networkers kommt es nächstes Jahr zu einem Führungswechsel. Philipp Koch, Gründer, CEO und Verwaltungsratspräsident, will spätestens per August 2020 die operative Leitung an Erich Steiner übergeben. Per September 2019 führen Steiner und Koch die Firma als Co-CEOs. Koch war zuletzt 13 Jahre für den Distributor Also tätig. Zuerst führte er die Business Unit "Software". Im Jahr 2014 übernahm er als Mitglied der Geschäftsleitung die Solutions-Division mit über 80 Mitarbeitenden. "Nach der spannenden Zeit bei Also war die Übernahme einer CEO-Funktion für mich der erwünschte, logische, nächste Schritt", sagte Koch.
Cloud-Abenteuer kostet Hiag bis zu 42 Millionen
Das Immobilien-Unternehmen Hiag war 2014 durch die Übernahme von Swissfiberinvest ins Colocation-Geschäft eingestiegen. Vor drei Jahren folgte die Ankündigung, dass man via Tochterfirma Hiag Data auch selbst als Cloud-Provider aktiv werden wolle. Vor rund drei Wochen gab Hiag aber den Ausstieg aus diesem Geschäft bekannt. Laurent Spindler, CFO von Hiag, erklärte damals gegenüber inside-channels.ch, dass rund 90 Millionen Franken in den Aufbau von Hiag Data investiert worden seien. Dieses Geld ist aber, wie Hiag glaubt, nicht komplett verloren. Die durch den Ausstieg verursachten Abschreibungen sollen in diesem Jahr maximal 42 Millionen Franken betragen. Die Hard- und Software könne teilweise weiterhin gebraucht werden, für die digitale Erschliessung der Hiag-Areale.
Exklusiv: Mehrere Abgänge in der Chefetage von Xerox Schweiz
In der Teppichetage von Xerox Schweiz ist einiges los. Beziehungsweise deren Bewohner werden spärlicher. Wie uns eine zuverlässige Quelle aus der Schweizer IT-Branche erklärt hat, hat Richard Gaechter Xerox Schweiz verlassen. Dies bestätigt uns eine Unternehmenssprecherin. Die Information, dass einige weitere Manager Xerox Schweiz verlassen würden, wollte sie hingegen nicht bestätigten. Sie erklärte aber, dass Xerox seit Anfang Jahr eine neue Go-to-Market-Strategie habe. Gegenwärtig befinde man sich noch in einer Transformationsphase und "die neue Struktur stellt sich gerade auf", fügte sie an. Welche Auswirkungen die Umstrukturierung haben wird, wolle man sukzessive bekannt geben.
Die SBB sucht nun ihre Public-Cloud-Provider
Die SBB sucht im Rahmen ihrer "Hybrid-Multi-Cloud"-Strategie Public Cloud Provider für diverse Bereiche. Es sollen Rahmenverträge mit mehreren Unternehmen abgeschlossen werden, die für den Bahnkonzern Cloud Services erbringen. Die Workloads sollen zu einem "erheblichen Teil" vom heutigen Private- auf Public-Cloud-Anbieter übergehen. Der heutige Private-Cloud-Anbieter für die SBB ist T-Systems Schweiz, bestätigte uns die SBB. Zum konkreten Umfang wollte sie sich hingegen nicht äussern, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt.
Schweiz verhängt erste Netzsperren
Der Abstimmungskampf um das neue Geldspielgesetz drehte sich vor allem um Netzsperren für ausländische Online-Geldspiele. Das Zensur-Argument zog nicht, die Einführung von Netzsperren wurde an der Urne klar angenommen. Nun haben die Behörden erste Sperren verhängt. Auf der Liste der Lotterie- und Wettkommission (Comlot) stehen über 60 Lotterien und Sportwetten, darunter bet365.com oder interwetten.com. Der Zugang zu diesen Websites muss nun von Swisscom, UPC, Sunrise und weiteren ISPs per DNS gesperrt werden. Die Verfügungen sind noch nicht rechtskräftig, dagegen kann Einsprache erhoben werden.
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